Schützenfest

Florian Großkopf regiert in Wittenhorst-Töven-Sonsfeld

Geschafft! Florian Großkopf hat sich nach mehr als 500 Schuss beim Königsschießen der Schützen Wittenhorst-Töven-Sonsfeld gegen Nico Oostendorp durchgesetzt.

Geschafft! Florian Großkopf hat sich nach mehr als 500 Schuss beim Königsschießen der Schützen Wittenhorst-Töven-Sonsfeld gegen Nico Oostendorp durchgesetzt.

Foto: Jens Uwe Wachterstorm / Funke Foto Services GmbH

Rees/Hamminkeln.  Mit Florian Großkopf haben die Schützen Wittenhorst-Töven-Sonsfeld einen König aus dritter Schützengeneration. Mit ihm regiert Lisa Landmann.

Um 14.35 Uhr und nach mehr als 500 Schuss war es schließlich soweit. In diesem Moment traf Florian Großkopf mit seinem Schuss den Rumpf des Vogels so genau, dass er den Rest von der Vogelstange herunterholen konnte. Der Tusch der Sporker Musikanten ertönte. Der Allgemeine Schützenverein Wittenhorst-Töven-Sonsfeld hatte einen König.

„Hauptsache: runter“, sei einer seiner ersten Gedanken gewesen, nachdem der 21-jährige Halderner die Fäuste vor Freude in den Himmel gereckt hatte und sich von seinen Mitschützen hatte auf die Schulter nehmen lassen. „Seitdem ich 14 bin, bin ich Mitglied“, war dem jungen Schützen, der seit eineinhalb Jahren bei der Stadt Rees als Gartenlandschaftsbauer tätig ist, die Freude anzusehen.

Die Königin erhofft sich eine schöne Zeit

Eine der ersten Gratulanten war der ihm unterlegene Nico Oostendorp, der mit ihm gleich eine kleine Schnapsrunde ausgab: „Wenn Du vorne stehst, wills Du das natürlich“, verflog die kurze Melancholie aber sehr schnell. „Ich gönn’s ihm.“

Großkopfs Freundin Lisa Landmann hatte schon vermutet, dass sich ihr Partner der Aufgabe stellen wollte. „Er hat es angedeutet“, aber der entscheidende Anruf kam erst kurz vor dem ersten Schuss um die große Würde. „Das ist in Ordnung. Ich erhoffe mir eine schöne Zeit.“

Präsident Jan Wellem Neuhaus zeigte sich erfreut, dass „zwei traditionelle Sonsfelder Schützenfamilien“ um die Königskrone gewetteifert hatten: „Florians Vater war 18 Jahre Präsident, dessen Vater auch schon König“, traf es nun die dritte Generation in der Ahnenreihe.

Ex-König Dietmar Lodder hat das Jahr sehr genossen

Am Vorabend hatten die Feierlichkeiten mit dem Antreten im Festzelt und dem Marsch zum Gedenken der toten und gefallenen Schützen am Ehrenmal begonnen. Danach folgte die dritte Tövener Schlagernacht mit der Tanzband Moonlight mit gut 400 Gästen. Vor dem Königsschießen waren die Schützen in der Wittenhorst bei Westerfeld Scharffe angetreten und waren von dort aus zur Vogelstange aufgebrochen.

Dort begann dann das Preis-und Königsschießen – und damit die Suche nach dem Nachfolger von Dietmar Lodder: Der schwärmte, dass für ihn das abgelaufene Jahr „mehr wie super – einfach geil“ war. „Der Zusammenhalt im Thron war toll“, hätte er am liebsten eine Titelverteidigung angestrebt.

Der neue Hofstaat wurde dann bei der der Reithalle Storm abgeholt. Danach erfolgte der Festumzug, das Königspaar wurde inthronisiert und die besten Schützen ausgezeichnet. Jens Schweckhorst hatte den Kopf getroffen. Louis Schmitz den rechten Flügel, Hermann Neuhaus den linken Flüge, Rainer Krebbing den Reichsapfel und Jan Wellem Neuhaus das Zepter.

Im Jubiläumsjahr wird fünf Tage gefeiert

Mit der Showband Rendezvous vollzog sich dann im dem voll besetzten Festzelt ein stimmungsvoller Königsgalaball, dem am Sonntag mittag das Kinderschützenfest mit Kinderkönigsschießen, Spiel und Spaß für die Kinder sowie Kaffee und Kuchen aus dem Landfrauen-Café folgte. Der Abschlussball mit der Band Rendezvous rundete das Wochenende ab.

Im kommenden Jahr feiert die Schützengemeinschaft ihr 100-jähriges Jubiläum . Dann sollen die Feierlichkeiten insgesamt fünf Tage dauern, kündigte Präsident Jan Wellem Neuhaus gegenüber der NRZ an. Vorgesehen sind ein großer Zapfenstreich, ein Königs, und Kaiserschießen, ein großer Festakt für die Vereine sowie das Stadtschützenfest Hamminkeln, was jeder angeschlossene Schützenverein in seinem Jubiläumsjahr ausrichten darf.

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