Ausstellung

Emotionale Einblicke in die Geschichte der Blasmusik

Die Geschichte der Blasmusik in Isselburg wird im Rahmen einer Ausstellung gezeigt.

Die Geschichte der Blasmusik in Isselburg wird im Rahmen einer Ausstellung gezeigt.

Foto: Volker Herold

Anholt.   In Isselburg gibt es eine neue Ausstellung: Am Donnerstagabend wurde „Klingende Luft“ in einem Ladenlokal in Anholt mit vielen Gästen eröffnet.

Die Blasmusik in Isselburg hat in den vergangenen 125 Jahren einen wesentlichen kulturellen und sozialen Beitrag für die Stadt Isselburg geleistet. Nicht nur das Frühlingskonzert war anlässlich dieses Jubiläums einfach nur hervorragend. Nein.

Auch die am Donnerstag im Heimathaus in Anholt eröffnete Ausstellung „Klingende Luft“ ist ein sehr sehenswertes Zeitdokument in Worten und Bildern. Gezeigt wird darin die Entstehung und Entwicklung der Blasmusik in Isselburg bis zum heutigen Tage.

Viel Arbeit in die Ausstellung gesteckt

Der Dank für diese Ausstellung gilt in erster Linie Hans Biermann und Gerhard Sandtel. Wochenlang, wenn nicht sogar Monate, haben sie die Geschichte der Isselburger Blasmusik und nicht zuletzt die Ausstellung „Klingende Luft“ ausgearbeitet und vorbereitet. So gut, dass selbst Menschen, denen die Blasmusik vertraut ist, mehr als beeindruckt sind.

„125 Jahre sind wirklich ein Anlass, Jubiläum zu feiern“, erklärte Marianne Meyer die Vorsitzende des Heimatvereines Anholt, „und die Vergangenheit in Wort, Bild und Musik noch einmal in Erinnerung zu rufen.“ Und die Ausstellung soll ihren Teil dazu beitragen, indem sie zeigt, wie Musik zu einem unvergesslichen Erlebnis führen kann.

Viele Besucher bei der Eröffnung

„Die heute hier unter anderem zu sehenden Bilder, Instrumente und Informationen zeigen nicht nur leblose Gegenstände auf“, wusste Bürgermeister Michael Carbanje in seiner Eröffnungsrede zu berichten, „sondern können und sollen vor allem Emotionen hervorrufen.“

Dann waren die Besucher eingeladen – unter anderem Abgeordnete des Emmericher Blasorchesters, des Bürgerschützenvereines Wesel, der Sparkasse Westmünsterland, die für eine kleine Finanzspritze zuständig waren, Politiker und befreundete Heimatvereine – den eigentlichen Ort der Ausstellung aufzusuchen – im ehemaligen Tourismusbüro und der Anholter Stadtbücherei.

Exponate der Ausstellung erklärt

Und es gab nicht wenige, die sich auf dem einen oder anderen Bild erkannten, Freunde oder Bekannte entdecken, sich an Begebenheiten erinnerten bei welchem Anlass das Bilddokument aufgenommen wurde und in Erinnerungen schwelgten.

Hans Biermann hatte hier die Gelegenheit, die einzelnen Exponate der Ausstellung zu erklären. Jeder der schon einmal eine Ausstellung besucht habe, würde wissen, dass es unmöglich sei, alle Bilder und Fotos gleichermaßen ausführlich zu betrachten.

Bildunterschriften kurz gehalten

Die meisten Fotos schaue man nur kurz an, um einen allgemeinen Eindruck von der Ausstellung zu erhalten, ehe man dann vor einigen stehenbliebe, die einem besonders ansprechen würden, wusste Biermann zu berichten.

Ganz bewusst habe er die Bildunterschriften kurz gehalten, obwohl jedes der Bilder eine Geschichte erzählen könnte. Er endete mit den Worten: „Klingende Luft – 125 Jahre Blasmusik in Isselburg formiert sich im Kopf von selbst. Es lässt hoffen, dass das 125-Jährige kein Ende, sondern ein weiterer Schritt ist zu einem fulminanten Akkord, der noch in fernen Tagen zum Wohle unserer Stadt und ihren Bürgern erklingt.“

>> ÖFFNUNGSZEITEN UND ZEITPLAN

Die Ausstellung „Klingende Luft“ Geschichte der Blasmusik in Isselburg kann man am Markt 9 (ehemalige Touristikinformation und Stadtbücherei) vom 14. April bis 17. Mai besuchen und zwar sonntags von 11 bis 13 Uhr und dienstags von 17 bis 19 Uhr. Zum zweiten Teil des Jubiläumsjahres wird die Ausstellung dann ab dem 14. September im Pfarrzentrum in Isselburg zu sehen sein.

Ebenfalls an dem Tag wird rund um den Turm ein Jubiläumsfest gefeiert, zu welchem sechszehn Spiel- und Fanfarenzüge und Blasorchester eingeladen sind und in einem Sternenmarsch durch die Stadt zum „Alten Turm“ ziehen. Der Abend endet dann mit einem bunten Programm.

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