25 Jahre Kfd-Frühstückstreff

Die Kfd in Rees mobilisiert viele Frauen und hat eine Stimme

Hildegard Braem (v.l.), die einst die Frühstückstafel initiierte, Andrea Bucksteeg, Vorsitzende KfD Rees, und Christina Schößler, stellvertretende Vorsitzende KfD Rees, stoßen im Kolpinghaus mit den Besucherinnen auf das 25-jährige Jubiläum der Frühstückstafel der KfD Rees an.

Hildegard Braem (v.l.), die einst die Frühstückstafel initiierte, Andrea Bucksteeg, Vorsitzende KfD Rees, und Christina Schößler, stellvertretende Vorsitzende KfD Rees, stoßen im Kolpinghaus mit den Besucherinnen auf das 25-jährige Jubiläum der Frühstückstafel der KfD Rees an.

Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Rees.  Seit 25 Jahren kommen die Frauen der Kfd Rees zum Frühstück zusammen. Sie haben schon 460 Unterschriften für Frauen in Weihe-Ämtern gesammelt.

Da klimperten die Sektgläser im Reeser Kolpinghaus zahlreich aneinander. Grund zum Anstoßen hatte die Kfd Rees am Mittwoch. Denn seit 25 Jahren trifft sich die Frauengemeinschaft jeden dritten Mittwoch im Monat nach dem Gottesdienst um 9 Uhr zum Frühstück. Ein Erfolgskonzept. Rund 50 Frauen sind bei diesem Termin eigentlich immer dabei. Zum Jubiläum war der Saal im Kolpinghaus deutlich besser gefüllt.

Vor 25 Jahren gab es Skepsis zum Start

Dabei hatte die damalige Initiatorin Hildegard Braem durchaus mit Skepsis zu kämpfen. „Ich habe das Treffen damals initiiert, weil es schwierig war, die Frauen nach der Messe noch zusammen zu kriegen“, erinnert sie sich. „Du glaubst doch nicht, dass da jemand kommt“, habe ihr die ein oder andere gesagt. Aber sie kamen. Regelmäßig.

Zunächst traf man sich damals noch im Karl-Leisner-Heim, erinnert die heutige Kfd-Teamsprecherin Andrea Bucksteeg: „Inzwischen haben wir aber auch einige betagte Frauen. Deshalb sind wir ins Kolpinghaus gewechselt, das barrierefrei für alle ist.“

Die Kfd wünscht sich Frauen in Weihe-Ämtern

Mit rund 280 Mitgliedern ist die Kfd in Rees wahrlich stark besetzt. Es wird zwar inzwischen auch mal öffentlich geworben, wie jüngst mit einem Stand auf dem Krammarkt, aber Nachwuchssorgen hat diese Gruppierung, die regelmäßig Frauen zwischen 30 und gut 100 Jahren begrüßt, nicht. Das achtköpfige Leitungsteam trifft sich monatlich. Auch das Messevorbereitungsteam, das geregelt die Gottesdienste mit gestaltet.

Ohnehin darf man sagen: Diese Frauen erheben noch ihre Stimme. Die Reeser Kfd sammelt bis Ende Dezember Unterschriften für „eine geschlechter-gerechte Kirche. Wir wünschen uns Frauen in den Weihe-Ämtern“, sagt Andrea Bucksteeg. 460 Unterschriften, darunter auch von Männern, habe die Kfd bereits gesammelt.

Kino-Abend am 30. Oktober mit Hape Kerkeling-Streifen

Die Aktivitäten der Kfd sind bis auf einem Pausemonat im Sommer ganzjährig recht umfassend. Ob die Rosenkranz- oder die Maiandacht, das Zwiebelkuchen-Essen, die Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Velen, für die diesmal sogar noch ein zweiter Bus gechartert werden musste, damit die 90 Frauen auch hinein passen, es gibt viele Anlässe für die Frauen zusammen zu kommen. „Wenn jemand ein Problem hat, dann stehen wir auch bereit“, umschreibt Bucksteeg den Gemeinschaftssinn. Die Frauen denken auch an Aufmerksamkeiten zu runden Geburtstagen, Silber-, Gold- oder Diamanthochzeiten.

Ein weiterer Termin steht bevor. Am Mittwoch, 30. Oktober, steigt im Kolpinghaus der Kino-Abend. Einlass ist ab 17 Uhr, um 18 Uhr startet der Film „Der Junge muss an die frische Luft“, der Kino-Hit über das Leben von Hape Kerkeling. Der Eintritt ist frei.

Das 125-jährige Jubiläum wird größer gefeiert

2020 feiert die Kfd Rees 120-jähriges Bestehen. „Es wird aber nicht groß gefeiert. Wir wollen das 125-jährige Jubiläum feiern“, so Andrea Bucksteeg.

Übrigens: Bevor die Sektkorken knallten, stand natürlich die Messfeier in der St. Mariä Himmelfahrt-Kirche an. Eine Erntedankmesse unter dem Leitgedanken „Lasst uns bereit sein zu danken und zu teilen“. Die Besucherinnen wurden aufgerufen Körbe mit Obst, Gemüse oder Brot zu füllen. Etwa vier Körbe voll sind zusammengekommen. „Das spenden wir der Lebensmittelausgabe der Caritas“, erklärte Andrea Bucksteeg.

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