Feuerwehr

Die Feuerwehr Rees bekommt quasi ein neues Gerätehaus

Jürgen Verhoeven (v.l.) und Maik van Bebber, die beiden stellvertretenden Löschzug-Führer der Reeser Feuerwehr, sowie Kirsten Voigt, Technischen Angestellte der Stadt Rees schauen über die Pläne des Anbau und der Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Rees.

Jürgen Verhoeven (v.l.) und Maik van Bebber, die beiden stellvertretenden Löschzug-Führer der Reeser Feuerwehr, sowie Kirsten Voigt, Technischen Angestellte der Stadt Rees schauen über die Pläne des Anbau und der Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Rees.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Rees.  Das Feuerwehrgerätehaus in Rees ist zwar von 1975. Es wird aber gerade für 1,1 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht, auch technisch.

Die knallroten Feuerwehr-Fahrzeuge stehen seit Tagen in Reih und Glied vor dem Gerätehaus an der Melatenstraße – zumindest tagsüber. Aber nicht mehr lange. „Am Freitag werden sie zum Bauhof gebracht, und zwar für etwa sechs Wochen“, kündigt Kirstin Voigt von der Technischen Abteilung im Rathaus schon mal an. Denn dann beginnt die heiße Sanierungs-Phase für das in die Jahre gekommene Feuerwehrgerätehaus. 1,1 Millionen Euro lässt sich die Stadt die Rundum-Erneuerung inklusive neuem Anbau kosten.

Nötig wird die Investition, weil in der Fahrzeug-Halle, in der sich auch die Werkstatt befindet und seit zwei Jahren das Rettungsboot stationiert ist, mittlerweile kaum mehr Platz zur Verfügung steht. „Teilweise müssen Fahrzeuge erst herausgestellt werden, um andere in den Einsatz fahren zu lassen“, sagen die beiden stellvertretenden Löschzug-Führer der Reeser Feuerwehr, Brandmeister Mike van Bebber (32) und sein Kamerad Jürgen Verhoeven (55), seines Zeichens Brandober-Inspektor. Deshalb wird jetzt investiert.

Fahrzeug im neuen Anbau nutzen andere Feuerwehren der Stadt mit

Das alte Hallendach ist bereits saniert, hat eine neue Schutzfolie bekommen, während der 65 Quadratmeter große Anbau in Arbeit ist. Waschstelle für den Fuhrpark sowie Ölabscheider sind unter anderem vorgesehen – und der Anbau dient auch als Stellplatz für den Logistik-Gerätewagen, der mitunter mit ABC-Equipment ausgerüstet ist. „Den nutzen auch unsere anderen Wehren in der Stadt“, sagt Mike van Bebber, der von Beruf Buchhalter bei einem Steuerberater ist.

Ab nächster Woche, wenn der Fuhrpark vorübergehend zum Bauhof umzieht, wird der 360 Quadratmeter große Hallenboden erneuert. „Fliesen und Estrich holen die Kameraden sogar in Eigenleistung ‘raus“, sagt Kirstin Voigt. Dann baut eine Firma einen neuen Boden mit rutschfesten Fliesen ein, auch eine neue Abgas-Absaugung wird installiert.

Zudem wird’s künftig LED-Beleuchtung geben, die Elektrik wird neu verlegt, außerdem soll die Halle heizungs-technisch mit Dämmstrahl-Platten ausgestattet werden. „Damit haben wir in den Turnhallen sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt die 42-Jährige.

Männer und Frauen bekommen neue Umkleiden und Sanitär-Anlagen

Komplett umgekrempelt wird auch das zweigeschossige Verwaltungsgebäude, das schon vor Jahren eine Fassaden-Sanierung erhalten hat. Neu ist, dass es im Erdgeschoss künftig eine separaten Umkleide samt Dusche für Frauen gibt, „mit direkter Verbindungstüre zur Halle“, erklärt Jürgen Verhoeven. Neu wird auch der Umkleidebereich und die Sanitär-Räume für die Männer – inklusive neuer Spinde, die dann getrennt stehen für private Kleidung und Einsatz-Ausrüstung.

Ganz wichtig: Die Stadt rüstet das Feuerwehrgerätehaus eben auch technisch auf. „Auch im Obergeschoss werden wir bald, was die Datentechnik betrifft, top ausgestattet sein“, freuen sich die beiden Feuerwehr-Männer. Der Glasfaser-Anschluss, ergänzt die Technikerin, sei schon unten und müsse noch nur in den Schulungsraum nach oben verlegt werden. Ende des Jahres, so die Planung, soll der Um- und Anbau abgeschlossen sein.

Hinter dem Gebäude entstehen weitere Parkplätze

„Wobei wir hinter dem Gebäude noch weitere Parkplätze schaffen“, sagt Kirstin Voigt. Auf jeden Fall bleibe das Gerätehaus auch künftig von beiden Seiten umfahrbar. Unterm Strich, da ist sich die für die Feuerwehr zuständige Frau in der Verwaltung Voigt sicher, stünde den insgesamt 57 aktiven Feuerwehrleuten dann „quasi ein Neubau zur Verfügung, schon alleine der Technik wegen“.

Apropos Neubau: Fürs Frühjahr plant die Feuerwehr schon mal einen Tag der offenen Türe, um den Bürgern das „neue Feuerwehrgerätehaus“ dann zeigen zu können.

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