Lossprechung

Die Bau-Innung sprach ihre Gesellen bei Joormann in Rees los

Unter den 15 Handwerkern, die die Bau-Innung des Kreises Kleve am Freitagabend losgesprochen hat, ist auch eine Frau.

Unter den 15 Handwerkern, die die Bau-Innung des Kreises Kleve am Freitagabend losgesprochen hat, ist auch eine Frau.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Rees-Helderloh.  Die Bau-Innung des Kreises Kleve hat 15 Gesellen bei Joormann in Rees losgesprochen. Matthias Joormann aus Rees ist Prüfungsbester geworden.

15 Handwerker, darunter eine junge Frau, feierten am Freitagabend mit der Baugewerbe-Innung des Kreises Kleve den erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung – im passenden Ambiente –, und erhielten ihre Gesellenbriefe überreicht. Der Bauunternehmer Joormann in Rees Helderloh stellte sein Betriebsgebäude hierfür zur Verfügung. Ehefrau Michaela hatte für eine ansprechende Dekoration gesorgt.

„Junge sei schlau und geh zum Bau!“ An diesen alten Ausspruch erinnerte Kreishandwerksmeister Ralf Matenaer in seiner Begrüßungsansprache. Er gratulierte der Junggesellen, die mit viel Fleiß die Gesellenprüfung erfolgreich absolviert und somit den Grundstein für das weitere Leben gelegt haben.

Ein Beruf, der Einkommen bis zur Rente sichert

Er ermutigte den jungen Nachwuchs des Bauhandwerkes, im erlernten Beruf weiterzumachen und sich ständig fortzubilden. „Sie haben einen Beruf gewählt, der ihnen bis zur Rente ein gutes Einkommen sichert“, signalisierte er amüsant.

Die Festansprache hielt Dr. Bruno Ketteler, der Wirtschaftsförderer der Stadt Kalkar. „Die Fähigkeit, ihre handwerklichen Fachkenntnisse weiter auszubauen, führen zu Erfolgen und werden sie langfristig zu Spezialisten machen. Als angehende Gesellen müssen sie Kunden mit qualitativ hochwertigen Leistungen überzeugen“ so Ketteler.

Dr. Bruno Ketteler kritisiert „Akademisierungswahn“

Er kritisierte in seiner Festansprache den „Akademisierungswahn“. „Wenn 55 Prozent eines Jahrganges studieren gehen und anschließend jeder Dritte das Studium abbricht, dann stimmt etwas nicht. Denn wir brauchen nicht nur Akademiker, sondern ebenso junge Menschen, die mit handwerklichem Geschick Werte schaffen“, bezog Ketteler deutlich Position.

In seiner Funktion aus Lehrlingswart machte Franz-Josef Bornheim klar, dass erst nach „seiner Lossprechung“ die jungen Handwerker in den Gesellenstand aufgenommen sind. Im Kontext zur Festansprache empfahl auch der Lehrlingswart: „Bilden sie sich fachlich weiter, ohne Fachidiot zu werden – nur Mut! Tut heute etwas, worüber ihr morgen stolz sein könnt.“

>> Diese Reeser und Emmericher haben bestanden

Mit Erfolg bestanden insgesamt 22 Auszubildende in den Ausbildungsberufen Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Zimmerer, sowie Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Rohr-, Kanal- und Industrieservice ihre Gesellenprüfung.

Nach der feierlichen Lossprechung wurden die Prüfungsbesten, Maurer Matthias Joormann, Rees, Ausbildungsbetrieb Joormann in Rees; Marcel Stickel, Kevelaer, Beton- und Stahlbetonbauer, Ausbildungsbetrieb van Meegern Kevelaer; und Martin Rouenhoff, Keppeln, Maurer, Ausbildungsbetrieb Michael Mergens Bedburg-Hau, mit einem Geschenk von der Baugewerbe-Innung des Kreises Kleve ausgezeichnet.

Außerdem bestanden aus Emmerich: die Maurer Dominik Kerkhof, Ausbildungsbetrieb Berndsen in Emmerich; Lukas Müller und Franco Schönrogge, beide Brouwer Emmerich. Der Zimmerer Timo van Holt, Klaus van Holt in Emmerich.

Aus Rees: der Maurer Phillip Landers, Ausbildungsbetrieb Sterbenk und Arntzen in Emmerich. Der Zimmerer Steffen Nienhaus, Holzbau Schenk in Rees.

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