Wochen-Kommentar

Der Klimaschutz in Emmerich braucht pragmatische Ansätze

Marco Virgillito.

Marco Virgillito.

Foto: Lindekamp / NRZ

Emmerich.  Es ist gut, dass die Politik in Emmerich den Klima-Notstand nicht ausgerufen hat. Besser sind konkrete Maßnahmen und pragmatische Ansätze.

Das Klima bleibt die Nachricht Nummer 1 in dieser Woche. Der Wille, den Klimaschutz zu verbessern und sich an das veränderte Klima anzupassen, ist deutlich erkennbar. In der Emmericher Politik, in der Verwaltung, unter den Kreis Klever Bürgermeistern und in der Bevölkerung auch.

Dennoch ist es gut, dass die Emmericher Fraktionen nicht den Klima-Notstand ausrufen. Und zwar aus einer pragmatischen Sicht: Die Stadtverwaltung ist nun mal dafür bekannt, sich sehr genau an Vorgaben zu orientieren. Spricht irgendeine Regel gegen ein Vorhaben, dann wird es abgelehnt, auch wenn das Vorhaben an sich eigentlich umzusetzen sein sollte. Es wird selten nach Wegen gesucht, wie man die Spielregeln anpassen kann.

Keine Zeit für Symbolpolitik

Also würde ein Klima-Notstand, der der Verwaltung womöglich Grenzen auferlegen würde, neben bestimmt vielen positiven Effekten für die Umwelt auch negative Effekte nach sich ziehen.

Das hat die Politik erkannt und setzt deshalb lieber auf konkrete Maßnahmen. Für Symbolpolitik ist es definitiv zu spät.

Es muss Flächen geben, um Bäume zu pflanzen

Ein aktuelles Beispiel zeigt, warum sich die Verwaltung mit Vorgaben mitunter schwer tun kann: Für Neupflanzungen von Bäumen gebe es derzeit kaum noch öffentliche Flächen in Emmerich. Nicht nur einige Politiker tun sich schwer damit, diese Sichtweise zu akzeptieren.

Hier wäre eine lösungsorientierte Initiative der Verwaltung gefragt, von sich aus der Politik aufzuzeigen, an welcher Stellschraube gedreht werden könnte, damit Flächen für Baumpflanzungen in Frage kommen. Die Zustimmung aus der Politik in solchen Fragen wäre bestimmt hoch.

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