Konzert

Das Dan Hunter Trio trat im Buena Ressa Club in Rees auf

Das Dan Hunter Trio trat jetzt im Buena Ressa Music Club auf.

Das Dan Hunter Trio trat jetzt im Buena Ressa Music Club auf.

Foto: Dan Hunter Trio

Rees.  Das Dan Hunter Trio bot im Buena Ressa Music Club knackigen Bluesrock. Grandioses Gitarrenspiel faszinierte die Clubgäste.

Wenn ein Musiker in Anlehnung an seine Vorbilder beschließt, seinen Namen anzupassen, dann merkt man: der will jetzt durchstarten. „Ich wollte den Unterschied machen zu dem, was ich sonst mache“, verriet Daniel Hirte alias Dan Hunter in der Pause seines Konzertes im „Buena Ressa Music Club“.

Bereits mit elf Jahren entdeckte der Gelsenkirchener das Gitarrenspiel und ließ sich dabei von Van Halen, B.B. King, Jimi Hendrix und vor allem von Stevie Ray Vaughan inspirieren. „Der ist so natürlich, so erdig und einzigartig, das spricht mich an“, machte der 40-jährige deutlich.

Zweiter Auftritt im Reeser Club

Nach diversen Engagements stellte er sich als Blues-Rock-Trio eigenständig auf und veröffentlichte 2016 als „Dan Hunter Trio“ sein erstes Album „Angels and Dust“ in Eigenregie. „Damit war ich vor zwei Jahren schon mal hier“,schwärmte der Gelsenkirchener von der „Buena Ressa“-Atmosphäre. „Es ist sehr familiär und sympathisch. Man merkt, dass da viel Herzblut drin ist, und der Sound ist echt geschliffen.“

Clubbesitzer Egon Schottek freute sich über das erneute Gastspiel. „Mit seinem Gitarrenspiel kann er sich von der Qualität her durchaus messen mit Größen wie Marcus Wienstroer von Westernhagen oder anderen Größen in Deutschland – eine echte Granate.“

Den Nachweis dafür erbrachte der Gitarrist dann auch, der sich für den Abend mit Daniel Guthausen (Schlagzeug) und Guido Naus (Bass) zwei starke Kollegen an die Seite gestellt hatten. Schon mit dem krachenden Instrumentalstück „Overload“ zum Einstieg bewies Hunter, dass er über eine enorme Fingerfertigkeit und viel Feuer an der Gitarre verfügt – wobei er von seinen beiden Mitmusikern mit pulsierendem Beat und Groove bestens unterstützt wurde.

Fingerfertigkeit und viel Feuer

Rockig und mit vollem Griffbrett kam die Band bei „Selfseeker“ herüber. Schnörkellos und unmittelbar geradeaus ging es bei „Digital World“ zur Sache, wobei Hunter beim Intro seine Gitarre geradezu „fauchen“ ließ. Und „Free“ entpuppte sich als zügige, straighte Bluesrock-Komposition.

Wieviel Nähe sein Spiel zu seinen großen Vorbildern besitzt, ohne die eigene Expressivität dabei zu opfern, bewies Dan Hunter, als er neben seinen eigenen Songs auch Versionen von Songs dieser Helden interpretierte.

Egon Schottek unterstützte ihn mit einer Gesangseinlage

Clubchef Egon Schottek unterstütze ihn mit zwei Gesangsstrophen bei „Hey Joe“ von Jimi Hendrix. Dem folgte ein erdiges, expressives, ungeheuer schnelles und intensiv-rockiges Schnellfeuer-Solo, abgelöst von fast tonlos-leisem Spiel. „Ihr wart grad so schön still – das war geil“, bedankte er sich beim Publikum für die Aufmerksamkeit.

Bassist wurde um Mitternacht 50 Jahre

Bei „Voodoo Chile“ bereicherte das Trio das Original mit federnden Funk-Rock-Grooves – und bei „Purple Rain“ von Prince passte die durchaus noch verbesserungswürdige, etwas weichere Gesangsstimme wunderbar zum Song. Dabei ließ Hunter sein Instrument vibrieren, jaulen und lebte sich dabei intensiv am Instrument aus.

Danach setzte das Trio mit „Rockin´ all over the world“ von Status Quo und dem fetzigen „Johnny B. Goode“ von Chuck Berry noch eins oben drauf. „Die Gitarre ist leergespielt“, bekannte Hunter nach zwei Stunden Konzert, bevor er seinem Bassisten um Mitternacht zum 50. Geburtstag gratulierte. Man darf auf seinen nächsten Auftritt in Rees gespannt sein.

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