Verkehr

CDU will Überprüfung von Tempo 100 auf dem Elsepaßweg

Viele Autofahrer nutzen die Elsepaßweg in Borghees als Ausweichstrecke, so der CDU-Ortsverband.

Viele Autofahrer nutzen die Elsepaßweg in Borghees als Ausweichstrecke, so der CDU-Ortsverband.

Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Borghees.  Laut CDU und Anwohnern nimmt der Verkehr und auch die gefahrene Geschwindigkeit auf dem Elsepaßweg zu. Viele nutzten die Strecke als Abkürzung.

Unnötige Wartezeiten im Verkehr? Das mögen die Wenigstens. Und so sind viele Verkehrsteilnehmer findig, wenn es darum geht, einen Stau zu umfahren. Laut CDU-Ortsverband Hüthum/Borghees/Klein-Netterden gibt es eine Ausweichstrecke bei der quasi Gefahr in Verzug ist: nämlich der Elsepaßweg in Borghees in Richtung Kasernengelände.

„Immer mehr Autofahrer entdecken mit Hilfe des Navigationsgerätes diese Strecke als Abkürzung von der Autobahnabfahrt nach Hüthum oder Elten“, erklärt Erik Arntzen. Ferner diene diese Strecke als Ausweichmöglichkeit. Viele nutzten die Straße, um die zunehmende problematische Situation auf der B220 zwischen Rheinbrücke und Autobahn zu umgehen, so der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Hüthum/Borghees/Klein-Netterden. Dieser fürchtet außerdem, dass der Verkehr hier noch zunehmen wird. Und zwar durch die stetige Entwicklung des Kasernengeländes.

Mit hoher Geschwindigkeit über den Elsepaßweg

Der zunehmende Verkehr sei aber nicht das einzige Problem. Denn mit diesem einher, so teilt die CDU mit, ginge auch eine Zunahme an Fahrern, die mit hoher Geschwindigkeit über den Elsepaßweg sause.

Vor allem das gebe Anlass zu Beschwerden seitens der Anwohner der „Vogelsiedlung“, erklärt die CDU in einem Schreiben. Ein Problem, das aus ihrer Sicht nicht unbekannt sei: Bereits mit Anfrage des Ratsmitgliedes Herbert Ulrich in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung vom 26. August 2014 wurde diese Thematik behandelt.

CDU reicht Antrag ein

Die Antwort der Verwaltung seinerzeit lautete, dass kein Erfordernis für Geschwindigkeitsbegrenzung bestehe, weil die Rechtsgrundlage fehle. Obwohl dort Tempo 100 gefahren werden dürfe, entspreche das Begehren im Hinblick auf Geschwindigkeitsbeschränkung nicht den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung. Erik Arntzen und CDU-Ratsmitglied Herbert Ulrich sind davon überzeugt, dass sich in der Zwischenzeit die Gesamtsituation geändert habe.

Da diese Straße weder Fußweg noch Radweg besitze, sei eine Überprüfung im Hinblick auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung dringend erforderlich. Hier ist die Politik gefordert auf sich verändernde Situationen mit entsprechenden innovativen Lösungen im Einzelfall zu reagieren, so Arntzen. Vor diesem Hintergrund wurde nun ein entsprechenden Antrag an den Rat gerichtet.

Gefahrenlage vor Ort ansehen

Sollte es zu einer Überprüfung kommen, gebe es verschiedene Möglichkeiten, so Stadtsprecher Tim Terhorst. Zunächst wird sich meist die Gefahrenlage vor Ort angesehen. Maßgeblich ist oft auch ein Gespräch mit der Polizei, wie sie das Gefahrenpotenzial einschätzt und ob hier eventuell Messungen vorliegen. Ansonsten könnte natürlich auch eine Messung in Auftrag gegeben werden.

Aber letztlich gelte zunächst einmal auch hier am Elsepaßweg der Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung, so Terhorst. Nämlich, dass auch hier unter Rücksichtsname der anderen Verkehrsteilnehmer gefahren werden sollte: „Daran kann man nur immer wieder appellieren.“

Keine Beschädigungen des Straßenbelags

Rund um das Kasernengelände an der B220 in Emmerich gibt es noch andere Beschwerden seitens der Anwohner. Etwa auf dem Borgheeser Weg, wo Straßenschäden befürchtet werden. Auch dieser wird aufgrund der Bauarbeiten auf dem Kasernengelände vermehrt vom Lkw-Verkehr genutzt. „Doch Überprüfungen haben ergeben, dass noch keine Beschädigungen des Straßenbelags vorliegen“, so der Stadtsprecher.

Zudem könnte ab August die Belastung – auch in Hinsicht auf Verkehrsdichte und Lärm – abnehmen. Denn die momentan noch gesperrte Straße Am Busch, die zum Kasernengelände führt, soll dann wieder freigegeben werden. „Vielleicht gelingt uns das auch schon ein paar Tage früher“, so Terhorst. Da es aber viele Beteiligte an diesem Prozedere gibt, könne er nichts versprechen.

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