Weiterführende Schulen

132 Schüler von außerhalb: Schulzentrum Rees erlebt Boom

Drei Schulen an einem Standort und dennoch übersichtlich, das schätzen Schüler und Eltern.

Drei Schulen an einem Standort und dennoch übersichtlich, das schätzen Schüler und Eltern.

Foto: Hans Blossey

Rees.   Mehr Schüler als im Entwicklungsplan prognostiziert sind für das Schuljahr 2019/20 am Gymnasium, an der Real- und Hauptschule in Rees angemeldet.

Das Reeser Schulzentrum hat einen guten Ruf. Dass es attraktiv gewertet wird und die Qualität aller drei Schulformen geschätzt wird, das belegen aktuelle Zahlen, die jetzt im Schulausschuss vorgestellt wurden. Vorgestellt wurde das Übergangsverhalten nach der Klasse 4 zu den weiterführenden Schulen im kommenden Schuljahr 2019/2010.

  • Von 65 Viertklässlern der Grundschule Rees wechseln 20 zum Gymnasium, 31 zur Realschule und zwölf zur Hauptschule, ein Schüler zur Gesamtschule Hamminkeln und ein Schüler zur Förderschule.
  • Von 42 Grundschüler aus Haldern besuchen zwölf das Gymnasium, 14 die Realschule, fünf die Hauptschule, acht die Gesamtschule Hamminkeln, einer das Kapuziner-Gymnasium in Bocholt, zwei zur Förderschule.
  • Aus Millingen gehen von 34 Schülern zwölf zum Gymnasium, 18 zur Realschule und vier zur Hauptschule.
  • Von 23 Viertklässlern aus Mehr wechseln fünf zum Gymnasium, 14 zur Realschule, zwei zur Hauptschule und einer zur Gesamtschule Wesel.

Zwölf Kinder an auswärtigen Schulen angemeldet

Zwölf Kinder wurden an auswärtigen Schulen angemeldet (nicht eingerechnet die Förderschüler), das entspricht 7,45 Prozent der Schüler, im Vorjahr waren es noch 17,2 Prozent. Im Gegenzug wurden 132 auswärtige Kinder in Rees angemeldet, das machen 46,98 Prozent aller Anmeldungen aus.

Am Gymnasium beginnen 92 Schüler im fünften Schuljahr, es werden drei Eingangsklassen gebildet. An der Realschule starten 134 Schüler ins neue Schuljahr in fünf Eingangsklassen und an der Hauptschule 55 Schüler in zwei Klassen.

Insgesamt kommen die meisten Externen aus Isselburg, gefolgt von Hamminkeln. Während die meisten Schüler aus Isselburg die Realschule bevorzugen, nämlich 25 von 44, besuchen 20 Schüler von insgesamt 32 aus Hamminkeln das Reeser Gymnasium.

Es gibt auch mehr Grundschüler

Was die Stadtverwaltung besonders erfreut: Die Anmeldezahlen liegen bei allen drei weiterführenden Schulen über den Prognosezahlen der Schulentwicklungsplanung. So wurden beim Gymnasium 75 Schüler prognostiziert, tatsächlich sind es 92.

Bei der Rheinschule war laut Prognose mit 38 Anmeldungen zu rechnen, aktuell sind es 55. Auch bei der Realschule liegen die Anmeldezahlen mit 129 über der prognostizierten Zahl von 108, was dazu führt, dass die prognostizierte Zügigkeit überschritten wird.

Dass sich die Anmeldezahlen an weiterführenden Schulen gegenüber dem Vorjahr von 250 auf 281 erhöhten, ist allerdings auch auf die gestiegene Zahl von Viertklässlern an den Grundschulen zurückzuführen.

Die Politik begrüßt ihre „goldrichtige“ Entscheidung

Für die Politik sind diese Zahlen ein Zeichen dafür, so Johannes Erlebach, CDU-Ratsherr, „dass unsere Entscheidung richtig war, die drei Schulformen zu behalten.“ Dem stimmt auch Bürgermeister Christoph Gerwers zu.

Zum seinen sei die Entscheidung wieder G 9 am Gymnasium möglich zu machen für viele Eltern wegweisend gewesen, zum anderen haben sie das System befürwortet, mit kleinen Schulen, persönlichen Kontakten und der Durchlässigkeit der Systeme im Schulzentrum.

G9 ist ein Kriterium für die Neuanmeldungen

Auch sei neben G9 die Tatsache, dass es in Rees die Halbtagesschulen gäbe, so dass die Kinder am Nachmittag zuhause sind, für viele ausschlaggebend, betonte der Schulleiter des Gymnasiums Klaus Hegel. Was ihn besonders freut: „Wir haben Haldern hinzubekommen.“ Heißt, dass weniger Schüler aus Haldern in Nachbarkommunen abwandern.

Auch Thomas Wenning, Schulleiter des Realschule, freut sich über den Boom an seiner Schule. Was die Rheinschule auszeichnet und ihr Anerkennung verschafft, sei, so Gerwers, dass die Schüler sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet werden.

Es war richtig in Schule zu investieren

Auf die Frage von Johannes Beenen (SPD), ob es bald schon wieder ein Platzproblem geben könnte, winkte der Bürgermeister ab. Noch bestehe ausreichend Platz. Was die Zügigkeit angehe, sei die Klassengröße von 25 Kindern pro Klasse nur eine rechnerische, die durchaus überschritten werden dürfe.

Das Resümee, das Politik und Verwaltung in der Schulausschusssitzung zogen: Es hat sich gezeigt, dass es richtig war, in Schule zu investieren.

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