Kooperationen

Musik gegen Diskriminierung beim Rheinhauser Folkfestival

Das Folkfestival erfreut sich riesiger Beliebtheit. Um die 8000 Gäste pilgern Jahr für Jahr zur Wiese am Jugendzentrum Tempel.

Das Folkfestival erfreut sich riesiger Beliebtheit. Um die 8000 Gäste pilgern Jahr für Jahr zur Wiese am Jugendzentrum Tempel.

Foto: Christoph Wojtyczka

Duisburg-Rheinhausen.   Am 15. Juni startet das über Duisburgs Stadtgrenzen hinaus bekannte Folkfestival. Erlös geht diesmal an das Anti-Rassismus-Informations-Centrum.

Der Termin für das inzwischen berühmte Bergheimer Folkfestival steht seit dem ersten Fest vor 25 Jahren fest. Und das wird wohl auch so lange bleiben, wie das „Umsonst und Draußen“-Festival rund um die Wiese des Jugendzentrums Tempel in Bergheim existiert. Handelt es sich bei dem Termin doch um den ersten Samstag nach Pfingsten. Das Datum ist natürlich immer ein anderes, diesmal ist der erste Samstag nach Pfingsten mit dem 15. Juni sehr spät im Jahr.

Die Bandnamen sind noch geheim

Auch wenn die Organisationstruppe um Volker Hanke noch nicht verrät, welche Folk-Bands ab 14 Uhr auf den beiden Bühnen stehen, ist eines aber bereits klar: Diesjähriger Benefizpartner – er erhält den Löwenanteil des Erlöses – ist der Verein Aric-NRW. Dieser war vor 23 Jahren schon einmal Partner des Festivals.

Das Anti-Rassismus-Informations-Centrum mit Sitz an der Friedensstraße in Hochfeld wurde 1994 in Duisburg aufgrund der rechtsradikalen Anschläge in Mölln (1992) und in Solingen (1993) gegründet. „Aric-NRW setzt sich auf diversen Ebenen gegen individuellen, strukturellen und institutionellen Rassismus und gegen rassistische Diskriminierung ein und leistet einen Beitrag zur politischen Menschenrechtsarbeit und zur gleichen Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft“, erklärt das Folkfest-Team.

Vernetzung ist ein Schwerpunkt

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Vernetzung der Antidiskriminierungsarbeit in NRW, um somit nachhaltiger in Land und Kommune gegen Rassismus und Diskriminierung aktiv zu sein und auf vorhandene politische Strukturen einzuwirken. Aric-NRW bietet außerdem eine Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, die Integrationsagentur. Hier können sich Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind, beraten und beim Beschwerdeprozess begleiten lassen.

Ein weiterer wesentlicher Teil der Arbeit ist die interkulturelle und antirassistische Bildungsarbeit mit Projekten für Jugendliche, für Schulen, für Multiplikatoren der Jugendarbeit. Aric-NRW bietet Trainings, Fachtagungen, Seminare und Workshops an, in denen antirassistische Handlungskompetenzen vermittelt werden sollen und bietet umfangreiche Informationen zu den Themen Rassismus, Diskriminierung, Schule und Gewalt, interkulturelle Pädagogik und antirassistische Bildung an.

Projekte an Rheinhauser Schulen

Das Folkfest-Organisationsteam im „Tempel“ freut sich sehr, in diesem Jahr einen Teil der traditionellen Arbeit fortführen zu können und die antirassistische Arbeit von Aric-NRW unterstützen zu dürfen. Im Rahmen der Partnerschaft mit dem Folkfestival plant das Anti-Rassismus-Informations-Centrum auch Projekte an verschiedenen Schulen in Rheinhausen durchzuführen.

>>> Hintergrund: Ein Musikfest der Ehrenamtler <<<

Das Rheinhauser Folkfestival wird seit jeher von Ehrenamtlern organisiert. Das Team besteht über das Jahr aus 30 bis 40 Leuten. Am Festivaltag mit bis zu 8000 Besuchern sind rund 200 Ehrenamtler an den Getränke- und Essensständen im Einsatz.

Der aus den Verkäufen erzielte Überschuss wird gespendet. Dafür suchen die Macher jedes Jahr einen Benefizpartner aus. Zudem gibt es eine dauerhafte Kooperation des Jugendzentrums mit der Kindernothilfe.

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