Stadtentwicklung

Baerl: Ärger um die Bebauung eines Kirchengrundstücks

Eine Fläche an der Schulstraße möchte die evangelische Kirchengemeinde verpachten. Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Eine Fläche an der Schulstraße möchte die evangelische Kirchengemeinde verpachten. Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Baerl.  Um die Zukunft einer Fläche der Kirchengemeinde Baerl gibt es Streit zwischen dem Presbyterium und der SPD. Wie dicht darf dort gebaut werden?

Wie eng soll im Stadtteil gebaut werden, wie hoch sollen Gebäude höchstens sein dürfen? Darüber ist ein heftiger Streit entbrannt zwischen der hiesigen SPD und dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde. Dabei geht es um das Gelände der Gemeinde an der Schulstraße und einen von den Sozialdemokraten beantragten Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Der Antrag hatte es hauchdünn durch die zuständige Bezirksvertretung geschafft (wir berichteten).

Gegen Aussagen, die der SPD-Fraktionschef Hans-Gerd Bosch gegenüber dieser Zeitung getätigt hat, wehrt sich nun die Kirchengemeinde in Person des Presbyteriums-Vorsitzenden Jürgen Bongards. Von „zupflastern“ habe der SPD-Fraktionschef gesprochen, Bongards schreibt dazu: „Von einer Gesamtfläche von 4429 Quadratmetern werden etwa 1737 Quadratmeter bebaut, wo findet man im Bereich Neubau in Baerl ein solch günstiges Verhältnis? Auch ist erkennbar, dass die Gebäudehöhen dem Bestand angepasst wurden. Auch wird vom jetzigen Bestand nicht ein einziger Baum gefällt.“

Verpachtung, kein Verkauf

Die evangelische Kirchengemeinde beabsichtige nicht den Verkauf des Geländes, wolle es lediglich verpachten im Rahmen des Erbpachtvertrages, um weiterhin Mitspracherecht bei der Vermietung oder Veräußerung der Gebäude zu haben. „Auch dient die Pacht der langfristigen wirtschaftlichen Sicherung der Kirchengemeinde“, sagt Bongards. Das seien Tatsachen, die auch Hans-Gerd Bosch bekannt seien, der aber würde auf einer Tiefgarage bestehen. „Und dass, obwohl wir ein Baugrundstück zum Parkplatz mit 35 Plätzen ausbauen und der Wohnanlage zur Verfügung stellen, so dass wir insgesamt, mit den zehn Parkplätzen auf dem Gelände, auf 45 Stellplätze kommen.“ In Sachen Tiefgarage war SPD-Mann Bosch während der Diskussion in der Bezirksvertretung indes zurückgerudert.

Ebenso sagte er immer wieder, dass man die Pläne der Kirchengemeinde für den Bau von Seniorenwohnungen und Sozialeinrichtungen nicht verhindern oder blockieren wolle. Bongards und sein Presbyterium sehen es so: „Die SPD in Baerl will ein sinnvolles und benötigtes Gebäude verhindern oder zumindest unnötigerweise verteuern, nur, weil sie nicht vorher nach ihrer Meinung befragt wurde.“

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