Schüleraustausch

16-jährige Schülerin ist von Rheinhausen nach Tokio gereist

Aleyna Cavlak hat bei ihrer Gastfamilie in Japan viel erlebt.  

Aleyna Cavlak hat bei ihrer Gastfamilie in Japan viel erlebt.  

Foto: Privat

Duisburg-Rheinhausen.  Aleyna Cavlak hat an einem Schüleraustausch teilgenommen und bei einer Gastfamilie in Japan gelebt. Mitgenommen hat sie aus der Zeit viel.

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Ein kleiner Kulturschock war es schon, als Aleyna Cavlak nach einem elfstündigen Flug endlich in Tokio ankam. „Dort ist alles ganz anders – groß, laut und sehr voll“, erzählt die 16-Jährige. Seit einem Jahr lernt die Schülerin des Krupp-Gymnasiums Japanisch am Steinbart-Gymnasium. Absoluter Höhepunkt des Unterrichts ist der alle zwei bis drei Jahre stattfindende Schüleraustausch mit der Dokkyo Saitama Junior & Senior High School in Saitama.

Aleyna überlegte nicht lange und meldete sich für den diesjährigen Schüleraustausch an. Obwohl, oder gerade weil, sie vorher noch nie so weit weg von zu Hause gewesen war. Ihre Abenteuerlust wurde schnell belohnt. Zwei Tage lang erkundeten die Schüler gemeinsam Tokio, nutzten dazu die alle zwei Minuten fahrende Bahn und fanden sich plötzlich in den unterschiedlichsten Stadtteilen wieder. „Die Viertel sehen alle jeweils ganz anders aus und man hat das Gefühl, jedes Mal in einer anderen Stadt zu sein“, sagt Aleyna.

Schüler mitten im Taifun

Dass auch das Wetter in Japan einige Überraschungen bereit halten kann, bekamen die Schüler am Tag ihrer Abreise zu den Gastfamilien mit. Ein Taifun ließ den Regen des ganzen Monats auf sie und ihr Gepäck niederprasseln. Japan hautnah eben. Unterkriegen ließen sie sich davon aber nicht und fuhren voller Vorfreude in die von Tokio eine Stunde entfernte Stadt Saitama. Dort wohnten sie nicht nur bei japanischen Familien, sondern besuchten auch eine japanische Schule.

Und wie ist das so? Für Aleyna spannend: „Die Mentalität ist eine ganz andere, die Leute sind alle sehr herzlich und wollen einen kennenlernen.“ Auch in den Schulen sei der Zusammenhalt der Klassen richtig zu spüren, erzählt sie. Der zeigte sich nicht zuletzt am großen Sportfest, das einen Tag nach dem Taifun stattfinden sollte. Weil der Platz aber überflutet war, packten alle kurzerhand an und trockneten ihn gemeinsam mit Schwämmen. Auch beim sportlichen Wettkampf selbst musste sich niemand allein unter Beweis stellen, hier traten nur ganze Klassen gegeneinander an.

Sushi und Karaoke

Eine Frage, die Aleyna nach ihrem Schüleraustausch immer wieder beantworten muss, ist: Wie war das Essen? „Lecker“, sagt sie und lacht. Sushi gab es natürlich, aber auch die Nudelsuppe Ramen. Und weil das Klischee so viel Spaß macht, veranstalteten alle deutschen und japanischen Schüler gemeinsam schließlich auch noch einen Karaoke-Abend.

„Ich habe vor allem mit meiner Gastfamilie richtig Glück gehabt, deshalb ist mir der Abschied am Ende schon schwer gefallen“, sagt Aleyna. Doch bald wird sie zumindest ihre Gastschwester wiedersehen. Im März kommen die Schüler aus Japan nach Deutschland. Aleyna hat bereits einiges geplant: „Ich will meiner Gastschwester auf jeden Fall zeigen, dass es hier ganz viele verschiedene Kulturen gibt.“

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