Stadttour

WAZ-Leser erkunden die versteckten Schätze Duisburgs

20 WAZ Leser radelten zusammen mit Redakteurin Fabienne Piepiora durch ihre Stadt und entdeckten ganz neue und spannende Ecken.

20 WAZ Leser radelten zusammen mit Redakteurin Fabienne Piepiora durch ihre Stadt und entdeckten ganz neue und spannende Ecken.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Bei der „WAZ öffnet Pforten“-Radtour erkundeten Leser Duisburger Geschäfte und erfuhren, was die Belegschaft im Rathaus für einen Wein trinkt.

Das Duisburg große Highlights und echte Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist kein Geheimnis. Dass sich aber auch kleine, charmante Läden und Lokale ihre ökologische Nische im Stadtdschungel gesucht haben, bleibt oft selbst gestandenen Duisburgern verborgen. Deshalb entdeckten die Teilnehmer der „WAZ öffnet Pforten“-Fahrradtour am Samstag, geleitet von WAZ-Redakteurin Fabienne Piepiora, auch eine Menge neue Lieblingsläden – und potenzielle Geburtstagsgeschenke für OB Sören Link.

Um die Innenstadt und die anliegenden Stadtteile zu Fuß zu erkunden, ist Duisburg allerdings eine Nummer zu groß. Deshalb fahren die 20 Teilnehmer der Stadttour auch in einer Fahrradkolonne durch die Straßen, nach dem Start am Harry-Epstein-Platz ist der Modeladen „Herzkleid“ auf der Friedrich-Wilhelm Straße die erste Station der zweirädrigen Reisegruppe. Hier stellt sich Modemacherin Andre Schulte den Lesern vor. „Hier können sich Kundinnen Stoffe und Modelle auf den Leib schneidern lassen“, erklärt sie, „wir haben aber auch fertige Kleidung.“

Vor 13 Jahren hat Schulte mit ihrer 50er Jahre Mode begonnen, neben Kleidern für alle Anlässe soll es bald auch Männermode geben. „Berlin kann jeder, Duisburg muss man wollen.“ Dieser Spruch stammt aus der Feder von Sabine und Max Nuscheler, die auf der Wallstraße „Onkel Stereo“ betreiben. Die Lesergruppe ist sichtlich angetan von Postkarten, Wundertüten, T-Shirts und mehr, alles mit einer großen Ladung Lokalkolorit. Leserin Yvonne Kopka ist sich sicher: Sören Link bekommt von ihr zu seinem nächsten Geburtstag ein T-Shirt mit dem berühmten Spruch. „Das soll er dann auf seiner nächsten Dienstreise nach Berlin tragen“, scherzt die Duisburgerin. Neben allerhand Kleinkram gibt es bei Onkel Stereo auch noch Platten und Bücher, erschienen im hauseigenen Verlag.

Direkt gegenüber vom Stereoonkel gibt es seit einem Jahr die „Bierbude“. Dominik Förderer hat sich mit seinen Kollegen auf, Überraschung, Bier spezialisiert. „Wir haben immer lokale Biere vorrätig, das restliche Sortiment kommt aus aller Welt und passt sich auch der Jahreszeit an“, erklärt er. 150 verschiedene Sorten hat die Bierbude im Schnitt vorrätig, besonders interessiert sind die WAZ-Leser aber an den regelmäßigen Biertastings und Braukursen.

Ganz versteckt in der Schmalen Gasse liegt der Kunstraum SG1, in dem Künstlerin Stacy Blatt den Lesern die aktuelle Ausstellung präsentiert. Klaus Jost ist auf seinen Fotografien „Verloren im Detail“ und zeigt neben Makroaufnahmen von Büchern und unwirklichen Schwarz-weiß-Szenen auch bunte Käfer aus aller Welt.

Es gibt immer das passende Geschäft

Eher Genuss für den Gaumen denn für den Geist ist der Besuch beim brandneuen Weinlokal „Fräulein Betty“ hinter dem Rathaus. „Ich wusste gar nicht, dass hier überhaupt noch was ist“, raunen sich zwei Teilnehmer zu, tatsächlich verwöhnt Bettina Sonn ihre Kunden mit Blick auf Salvatorkirche und Rathaus aber mit deutschen Weinen. „Einige internationale haben wir natürlich auch im Programm, aber wir konzentrieren uns auf die deutschen Weine,“ erklärt die Unternehmerin. Für die WAZ-Leser hat Sonn einen „Secco Cassis“ bereitgestellt, „da ist wenig Alkohol drin, den trinken auch die Leute aus dem Rathaus gerne, wenn sie nach der Mittagspause wieder arbeiten müssen“, verrät Bettina Sonn.

Letzte Station der Tour sind die Verkaufsräume von Anna Termöhlen am Ludgeriplatz . Die junge Designerin hat Mode in Düsseldorf studiert und sich dann bewusst für ihre Heimat Duisburg entschieden. Produziert wird die Mode aus Naturstoffen nebenan über dem Nudelladen, jedes halbe Jahr haben die Kunden Einfluss auf die Farben und Materialien der neuen Kollektion. Ganz verzaubert von den schicken Klamotten ist derweil die Lesergruppe, und schwört sich einstimmig, demnächst die Augen für Duisburgs kleine, besondere Läden offenzuhalten.

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