Kunstkirche Liebfrauen

Unesco-Ausstellung mit Löwentraut-Bildern in Duisburg

Künstler Leon Löwentraut (l.) und Duisburgs Stadtdirektor Martin Murrak bei der Eröffnung der Ausstellung „#Art4GlobalGoals“ in der Liebfrauenkirche. Foto: Tanja Pickartz/ FFS FUNKE Foto Services

Künstler Leon Löwentraut (l.) und Duisburgs Stadtdirektor Martin Murrak bei der Eröffnung der Ausstellung „#Art4GlobalGoals“ in der Liebfrauenkirche. Foto: Tanja Pickartz/ FFS FUNKE Foto Services

Mit gerade 21 Jahren ist Leon Löwentraut der Shootingstar der Kunstszene. Eine Ausstellung in der Liebfrauenkirche zeigt jetzt seine Bilder.

„Zur Nachhaltigkeit sollte jeder so beitragen, wie er es am besten kann“, sagt Leon Löwentraut. Der gerade 21-jährige Shootingstar der internationalen Kunstszene macht das mit seinen Bilder. „ Für die Unesco-Kampagne „#Art4GlobalArts“ ist seine Serie mit 17 Bildern entstanden, in der er die globalen Nachhaltigkeitsziele zum Thema macht.

„Ich bin stolz, dass es uns als erster Stadt gelungen ist, die Ausstellung hierher zu holen“, sagte Martin Murrack bei der Vernissage am Mittwochabend in der Liebfrauenkirche. Der Stadtdirektor war auf die Ausstellung aufmerksam geworden, als sie im NRW-Landtag in Düsseldorf gezeigt wurde: „Ich war begeistert. Es ist ein wunderbare Weg, um die Duisburger mit dem Thema in Verbindung zu bringen.“

Prominente Ausstellungsorte

Die Duisburger Kunstkirche wird damit Teil einer Reihe prominenter Ausstellungsorte in aller Welt. Im Petersburger Puschkin-Museum war „#Art4GlobalArts“ nach der Premiere im Pariser Unesco-Gebäude im April 2018 schon zu sehen, im November macht sie im Palazzo Medici in Florenz Station auf einer Reise um die Welt, die insgesamt 13 Jahre lang andauern soll.

Zum Unesco-Auftrag kam es 2017 durch die Düsseldorfer Unesco-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven. Sie fragte beim Galeristen Dirk Geuer, ob der nicht 12 Künstler empfehlen könne für Interpretation der Ziele, die 2015 in der globalen Nachhaltigkeitsagenda formuliert wurden. „Das sollte besser nur einer machen“, entgegnete der Düsseldorfer Galerist und empfahl Leon Löwentraut, den er vertritt. „Ich habe spontan zugesagt“, so der gebürtige Pfälzer, der in der Landeshauptstadt lebt und arbeitet. Wenig später sei das erste Bild bei einer Unesco-Konferenz in Riad (Saudi-Arabien) entstanden, weitere folgten.

Vermeidung von Plastikmüll

„Die Kampagne steht für eine bessere Welt“, findet Löwentraut, der bei der Vernissage zu einem Podiumsgespräch mit Ute Ohoven und Martin Murrack zusammenkam. Die Bekämpfung von Hunger und Armut, eine gute Gesundheitsversorgung, Klimaschutz und Frieden sind Ziele, die in der Agenda unter anderem formuliert werden. „Den Schutz des Lebens im Wasser finde ich besonders wichtig“, sagt der Künstler, „bei Bildern vom Plastikmüll in den Meeren zieht sich mir der Magen zusammen“. Mit der Vermeidung von Plastik und Verpackungsmüll könne jeder zum Erreichen dieses Ziels beitragen, so der Künstler. Besondere Bedeutung habe auch die „Partnerschaft für die Ziele“. Löwentraut: „Es funktioniert nur, wenn alle Länder gemeinsam für Nachhaltigkeit sorgen.“

Veranstaltungsreihe zur Ausstellung

Duisburg bekenne sich ausdrücklich zu diesem Projekt, betont Martin Murrack: „Die Stadt hat hier großes Potenzial.“ Bei der Flächenentwicklung, etwa in Wedau und am alten Güterbahnhof sollen Fragen der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielen, ebenso bei der Verkehrsplanung. „Die Ausstellung ist eine gute Gelegenheit darüber mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen“, hofft der Stadtdirektor.

Die Volkshochschule bietet begleitend eine Reihe von Veranstaltungen an, Ziel ist die Erarbeitung von Maßnahmen für eine Duisburger Agenda 2030. Alle VHS-Direktoren aus NRW nutzen ein am Mittwoch ihr Treffen, um sich die Ausstellung anzusehen.

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