Entspannung

Trendsport: In Duisburg gibt’s Yoga auf dem SUP-Board

Für die Kurse in Yoga, Pilates und sogar Crossfit hat die Aloha-SUP-Station an der Duisburger Sechs-Seen-Platte Kooperationen geschlossen.

Für die Kurse in Yoga, Pilates und sogar Crossfit hat die Aloha-SUP-Station an der Duisburger Sechs-Seen-Platte Kooperationen geschlossen.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg-Wedau.  Die Stand-Up-Paddling-Station Aloha bietet Yoga und Pilates auf den Boards an. Betreiber und Gäste lieben ihr Paradies. Doch es ist bedroht.

Die Sonne steht tief und taucht den Masurensee in goldenes Licht. Das Wasser glitzert magisch. Aus den Musikboxen der Stand-Up-Paddling-Station Aloha sind sanfte Pop-Rhythmen zu hören. Nicht fern vom Ufer stehen einige Damen auf ihren Boards, ganz aufrecht, mit geschlossenen Augen, die Handflächen vor dem Körper gegeneinander gedrückt. Sie atmen ruhig und bewusst. Sie saugen den Abend in sich auf, um das Yoga-Training auf SUP-Boards mit allen Sinnen zu genießen.

Heike und Roger Theyssen, Inhaber der Aloha SUP-Station und SUP-Trainer, sehen der Gruppe vom feinen Sandstrand am Ufer aus zu, ein Lächeln auf ihren Gesichtern. Seit einiger Zeit bietet Aloha neben normalem Stand-Up-Paddling auch Yoga und Pilates sowie Crossfit auf den Brettern an. ,,Dafür haben wir Kooperationen geschlossen’’, erklärt Roger Theyssen. Überhaupt sei Aloha sehr daran interessiert, mit anderen zu kooperieren, um so ein breiteres Angebot bieten zu können.

Bei Aloha dürfen Anfänger und Fortgeschrittene aufs Wasser

Stand-Up-Paddling sei vielfältig, ein Ganzkörper-Workout. Viele Yoga-Positionen erreichen die Tiefenmuskulatur, helfen beim Finden der Balance. Ein dutzend Frauen befolgt auf den Brettern die Anweisungen von Trainerin Silvia Voigt. Damit die Gruppe zusammen bleiben kann, sind die Bretter mit Seilen um eine Befestigung im Wasser gewickelt. Yoga auf einem wackeligen Brett verlangt den Teilnehmerinnen alles ab. Viele Yoga-Positionen, bei denen sie etwa auf einem Bein stehen oder kniend einen Arm und ein Bein vom Körper weg strecken, erreichen so die Tiefenmuskulatur.

Um die Gruppe herum gleiten andere SUPer, wie man hier sagt, über das Wasser, Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. ,,Hier kann jeder aufs Wasser, man muss kein Mitglied sein. Einzige Voraussetzung ist ein Kurs. Man muss eine gute Paddeltechnik haben. Wer denkt, er könnte einfach mal so aufs Wasser gehen, ist bei uns falsch. Ohne Kurs kein Verleih’’, erklärt Theyssen.

Stand-up-Paddling-Paradies ist vom Projekt Sechs-Seen-Wedau bedroht

Wer allerdings einmal angefangen hat, kann meist nicht mehr aufhören. ,,Viele kommen immer wieder, gerade jetzt im Sommer in den warmen Abendstunden ist es wunderbar auf dem Wasser, ich bin auch so oft draußen, wie ich kann’’, sagt Theyssen. Sich nach dem Suppen noch ein kühles Getränk am Aloha Beach zu gönnen, gehört für viele ebenso ganz selbstverständlich dazu. Und so relaxen die Supper in Strandliegen, graben ihre Füße in den Sand und sehen auch nach Sonnenuntergang noch aufs Wasser hinaus. Der Aloha-Beach, ein kleines Paradies in der großen Stadt.

Doch das Paradies ist bedroht. ,,Wenn hier wirklich bald beim Projekt Sechs-Seen-Wedau sechsgeschossige Häuser gebaut werden und es eine Promenade gibt, wird es unser Gelände so nicht mehr geben’’, sagt Theyssen. ,,Laut Plänen soll genau hier die Promenade beginnen. Es wäre wirklich schade’’, sagt er. Noch will Theyssen nicht daran denken, wie es wäre, sollten die Baupläne tatsächlich umgesetzt werden. ,,Ich hoffe, dass es, wenn es wirklich so kommt, noch sehr lange dauert. Das wäre bei solch umstrittenen Plänen ja nicht das erste Mal.’’

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben