Schützenfest

Trotz erheblicher Hürden feierten die Schützen zum 108. Mal

Die Majestäten:  Schützenkönig Bernd Kessel (Mi.), Kronprinzessin Michelle Bohé und Tellprinzessin Mathilda Fettweiß samt Hofstaat. Foto:

Die Majestäten: Schützenkönig Bernd Kessel (Mi.), Kronprinzessin Michelle Bohé und Tellprinzessin Mathilda Fettweiß samt Hofstaat. Foto:

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Ende 2018 fehlte plötzlich der Organisator und auch das Festzelt. Doch trotzdem stellten die Großenbaumer Schützen ein tolles Fest auf die Beine.

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Duisburg-Großenbaum. Eine Menge Leute im Stadtteil hatten prophezeit, in diesem Jahr gäbe es kein Schützenfest. Doch weit gefehlt. Die Großenbaumer feierten am Pfingstwochenende ausgiebig wie eh und je - trotz erheblicher Schwierigkeiten.

Denn die Großenbaumer Schützenbruderschaft St. Hubertus stand gegen Ende des letzten Jahres vor großen Problemen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte dort Michael Jansen als 1. Brudermeister und Organisator die Fäden in der Hand. Nach seinem kurzfristigen Wechsel zur benachbarten Buchholzer St. Sebastianus - Bruderschaft standen die Großenbaumer erstmal mit leeren Händen da, wie der stellvertretende Brudermeister Hansjürgen Küppers berichtete: „Wir hatten kein Fest-Zelt, mussten uns um die Bewirtung und um andere organisatorische Dinge kümmern.“

„Wir haben das Zelt besorgen können und die Bewirtung in Eigenregie übernommen“

Dank gemeinsamer Anstrengungen gelang es dann doch, auch in diesem Jahr das traditionsreiche Fest für die Schützen und Bürger sicherzustellen. „Wir haben das Zelt besorgen können, die notwendigen Formalitäten erledigt und die Bewirtschaftung in Eigenregie übernommen“, atmete auch Werner Mauermann durch, der auf der Versammlung der St. Hubertus-Schützen zum Nachfolger Jansens gewählt wurde. So konnte am Pfingstwochenende das beliebte Volksfest zum 108. Mal stattfinden.

Ein erstes Highlight war am Samstag der untrennbar zu jedem Schützenfest der Historischen Schützenbruderschaften gehörende „Große Zapfenstreich“. Das spektakuläre Zeremoniell findet in der Regel im Freien statt. Aufgrund der regnerischen Wetterlage entschlossen die Verantwortlichen sich kurzfristig, die Schützen im Festzelt an der Saarner Straße antreten zu lassen.

Der Große Zapfenstreich nach alter preußischer Tradition

Der „Große Zapfenstreich“ geht auf eine alte preußische Tradition zurück und folgt festen Abläufen. Dazu gehört das „Locken“ mit Querflöten und Trommeln, das das feierliche Ritual einleitet. Nach dem Kommando „Hut ab zum Gebet“ ist jeweils das Kirchenlied „Ich bete an die Macht der Liebe“ ein weiterer fester Bestandteil, genauso wie das gemeinsame Singen der Nationalhymne zum Abschluss.

Nach dem Kommandos „Hut auf“ und „Rührt euch“ durch Schützen-Oberst Jörg Gyßen ging es umgehend zum gemütlichen Teil über. Erste Disco-Fox-Klänge kündigten die Schützenparty an, die bis weit in die Nacht andauerte. Neben dem Vogelschießen am Montag gehört der Festumzug zum absoluten Höhepunkt eines jeden Schützenfestes.

Wilhelm Graf von Spee mit Gattin waren Ehrengäste

Das war auch in Großenbaum so. Die verschiedenen Gruppierungen der St. Hubertus-Schützen sowie befreundete Bruderschaften durch Großenbaums Straßen. Zuschauer - Hotspot war wie in jedem Jahr die Tribüne vorm Altenheim an der Saarner Straße. Dort nahmen die sich noch im Amt befindlichen Majestäten sowie die Ehrengäste - darunter der Protektor der Bruderschaft, Wilhelm Graf von Spee mit Gattin - zu den Klängen des Preußischen Präsentiermarsches die Parade ab. Keine einfache Aufgabe für die Fußgruppen, denn die Kutschpferde hatten exakt vor der Ehrentribüne mit einer gehörigen Portion Pferdeäpfel eine im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu ignorierende Duftmarke hinterlassen.

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Das sind die neuen Majestäten

Das sind die neuen Majestäten der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Großenbaum:

Schützenkönig wurde Bernd Kessel. Er nahm Petra Lutz zur Königin.

Kronprinzessin Michelle Bohé und Tellprinzessin Mathilda Fettweiß.

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