Umwelt

Stand-up-Paddler fischten Müll aus dem Masurensee

Die Stand-up-Paddler fuhren auf ihren Boards auf den See hinaus und fischten Müll aus dem Wasser. Vor allem Plastik-Abfall sammelte sich im Laufe der Aktion auf dem Steg. Foto:

Die Stand-up-Paddler fuhren auf ihren Boards auf den See hinaus und fischten Müll aus dem Wasser. Vor allem Plastik-Abfall sammelte sich im Laufe der Aktion auf dem Steg. Foto:

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Wassersportler fischten vorwiegend Plastikmüll von der Grillwiese aus dem dem Masurensee. Anlass der Reinigungsaktion war der Tag des Meeres.

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Duisburg-Wedau. Wassersportler sind in der Regel umweltbewusst. Das zeigte sich auch am Wochenende, als die Stand-up-Paddler der Aloha-SUP-Station am Masurensee sich ihre Boards schnappten und den See von Plastikabfällen und sonstigem Unrat befreiten.

Diese Aktion lief deutschlandweit. Aufgerufen dazu hatte ein großes überregionales Unternehmen mit Bezug zu dem sommerlichen Trendsport. Anlass war der weltweite „Tag des Meeres“. Auch Heike te Poel und ihr Ehemann Roger, die seit einigen Jahren die Aloha-Station direkt neben dem Areal der Duisburger Sportfischer betreiben, machten mit.

Abfall von der Grillwiese

In Wedau beteiligten sich rund 30 Paddler an der Arbeit. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Zu den Dingen, die eher in eine Wertstofftonne als in einen naturnahen See gehören, zählten Plastikflaschen, Kunststoffverpackungen, Einwegbecher und vieles mehr.

Eigentlich achten auch die Sportfischer mit ihren Reinigungsaktionen darauf, dass der Masurensee in einem guten Zustand bleibt. Roger Theyssen wundert die erneut aus dem Wasser gefischte Müllausbeute allerdings nicht: „An schönen Tagen sind die Grillwiese an der Masurenallee und auch andere Uferbereiche immer stark frequentiert. Da landet leider immer einiges im Wasser, vielen Menschen dort fehlt das Bewusstsein für das Müllproblem.“

Wer sich dem Aloha -Strand nähert, erkennt schnell, dass für die Betreiber der Umweltschutz einen hohen Stellenwert hat. Auf Plakaten wird für umweltgerechtes Verhalten geworben. Dazu gehört die Meidung von Kunststoffverpackungen jeglicher Art, der Aufruf weniger zu konsumieren, auf regionale Produkte zurückzugreifen und fair gehandelte Waren zu kaufen.

Für Stationsbetreiber Theyssen ein wichtiges Thema: „Wir achten selbst bereits in vielen kleinen Dingen darauf, uns möglichst umweltgerecht zu verhalten. Wir wollen aber auch andere Menschen für dieses Thema sensibilisieren.“ Dabei hat er mit Freude feststellen können, „dass in letzter Zeit verstärkt Spaziergänger stehen bleiben und sich Zeit nehmen, die Info-Tafel in ruhe durchzulesen“.

Beginn der Seepromenade

Die Theyssens hoffen, ihr kleines Unternehmen - bei Aloha kann man sich Boards ausleihen oder auch Kurse buchen - noch lange an diesem Standort betreiben zu können. Der ist mit dem geplanten Neubaugebiet „6-Seen-Wedau“ stark in Frage gestellt. Hier wird dann die See-Promenade beginnen. Roger Theyssen: „Für die betroffenen Vereine sind Lösungen gefunden, wir als kommerzielles Unternehmen haben da eher schlechte Karten.“

Und das würden nicht nur die Betreiber bedauern. Viele ihrer Kunden kommen aus den Nachbarstädten, von der Natur der Sechs-Seen-Platte sind sie fasziniert. Immer wieder fällt beim gemeinsamen Relaxen an dem kleinen Sandstrand der Satz: „Dass es hier so schön ist, hätten wir wirklich nicht vermutet.“

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