Ärger um die Schenke

Sermer widersprechen der Schenke-Pächterin: „Wir sind lieb“

Dieses Schild führt die ehemalige Pächterin als einen Beleg für die Ablehnung der Sermer an. Die sagen: einfach ein Dummer-Junge-Streich.

Dieses Schild führt die ehemalige Pächterin als einen Beleg für die Ablehnung der Sermer an. Die sagen: einfach ein Dummer-Junge-Streich.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg-Serm.  Nach dem Aus der Pächterin der Schenke berichten die Sermer von ihren Erfahrungen: Eine Bedienung für dutzende Gäste – und das war die Putzfrau.

Ärger und Unverständnis, so reagieren viele Sermer auf die Darstellung der Pächterin über ihre Probleme im Dorf. „Die Ablehnung der Pächterin hat etliche Gründe“, sagt Bernd Baumann, Präsident der KG Südstern Serm, stellvertretend für viele Sermer. Dabei hatte alles so gut angefangen, erinnert sich Nadine Ragnitz: „Wir haben sie mit offenen Armen empfangen. Wir waren ja froh, dass wieder jemand reinkommt.“

Das erste Mal Schwierigkeiten habe es kurz nach der Übernahme durch die neue Pächterin gegeben, als das vor Karneval traditionelle Wurstessen anstand. „Da wusste sie ja, es kommen viele Leute. Aber an dem Tag war genau eine Person da zum Kellnern. Wir von den Amazonen haben ihr schließlich beim Spülen geholfen. Da stellte sich heraus: Das war die Putzfrau.“ Die Beschwerden der Nachbarn erklärt sie so: „Sie hat einfach die Hecke weggemacht.“ Mit dem Erfolg, dass die Nachbarn von ihrer Terrasse aus nicht mehr aufs Grüne blickten, sondern auf die Gäste der Schenke.

Reservierungen wurden kurzfristig abgesagt – ohne Begründung

Auch Bernd Baumann hat einiges zu berichten: „Die Qualität der äußerst kleinen Speisekarte ließ oft zu wünschen übrig. Wartezeiten von über einer Stunde waren an der Tagesordnung und eine einzelne Servicekraft für Versammlungen von mehreren dutzend Mitgliedern leider Standard. Reservierungen für Versammlungen wurden kurzfristig oder ohne Begründung von der Pächterin storniert.“

Nun stehen die Sermer wieder einmal ohne ihre Schenke dar. Und hoffen auf einen Nachfolger. „Wir Sermer sind liebe Menschen“, sagt Nadine Ragnitz. „Der Vorpächter hatte auch keine Probleme.“

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