Baumfällungen

Buchholzer ärgern sich über Baumfällaktion an der U79

Die Bäume an der Passauer Straße hinter den Gartengrundstücken werden gefällt. Eine Ersatzpflanzung ist von der Stadt nicht geplant.

Die Bäume an der Passauer Straße hinter den Gartengrundstücken werden gefällt. Eine Ersatzpflanzung ist von der Stadt nicht geplant.

Foto: Foto: Starzinowsky

Duisburg-Buchholz.  Anwohner der Passauer Straße in Buchholz ärgern sich über die geplanten Baumfällungen entlang der U79. Warum die Bäume gefällt werden müssen:

Wenn Doris und Günther Starzinowsky aus ihrem Fenster blicken, schauen sie auf eine dicht bewachsene und akkurat geschnittene Baumhecke. Noch. Denn schon ab Mitte kommender Woche, ab dem 25. September, sollen die Bäume abgeholzt werden. Und dann hat das Buchholzer Ehepaar freie Sicht auf die U 79.

Ein kleiner Wirtschaftsweg liegt zwischen den Gärten der Einfamilienhäuser an der Passauer Straße und der U 79. „Auf diesem Weg wurden vor vielen Jahren die Bäume als Sicht- und Lärmschutz gepflanzt“, sagt Doris Starzinowsky. „Und jetzt sollen die abgeholzt werden, weil die Instandhaltungskosten für die Stadt zu hoch sind.“ Zweimal im Jahr muss die Hecke geschnitten werden, damit die Äste nicht auf die Gleise der U79 ragen. „Auf unserer Seite machen wir das“, sagt die Buchholzerin. „Ich verstehe nicht, warum die Bäume jetzt weg müssen. In der Hecke nisten Vögel, sie ist Lärm- und Sichtschutz und sieht gleichzeitig doch viel schöner aus als zum Beispiel eine Betonwand.“

Dass die Bäume als Sicht- und Lärmschutz gepflanzt seien worden, kann Stadtsprecherin Gabi Priem nicht bestätigen. „Die Bäume sind mittlerweile sehr hoch gewachsen und stellen eine Gefahr für die Oberleitungen der Straßenbahn dar“, sagt die Stadtsprecherin. Deshalb wurden die Bäume in einem ersten Schritt bereits zurückgeschnitten. Noch entscheidender für die Maßnahme sei aber die Tatsache, dass die Wurzeln der Bäume das Betonbauwerk zur U 79 zerstörten. „Die Rodung hat das Ziel, dass eine komplette Betonsanierung und damit eine Stilllegung des Bahnverkehrs verhindert wird“, sagt Priem. „Eine andere Lösung hierfür gibt es leider nicht.“

Keine neue Bepflanzung

Für Familie Starzinowsky ist der radikale Schritt nicht nachzuvollziehen: „Die Stadt hat die Bäume in der ganzen Zeit weder gepflegt noch gewässert, das haben alles wir alles auf unsere Kosten gemacht. Und jetzt soll alles weg.“ Und zwar ersatzlos. „Eine Pflanzung neuer Bäume ist nicht geplant“, sagt die Stadtsprecherin.

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