Trendsport & Umwelt

Auf dem SUP-Board die Sechs-Seen-Platte vom Müll befreien

Natalie Wandrey, Daniela Jensch und Steffi Fröhbus (von rechts) sammelten fleißig Müll auf ihren Boards.

Natalie Wandrey, Daniela Jensch und Steffi Fröhbus (von rechts) sammelten fleißig Müll auf ihren Boards.

Foto: Lars Heidrich

Duisburg-Wedau.  Die Stand-up-Paddler von Lani haben den Wolfssee saubergemacht. Auch eine Düsseldorferin machte mit – und sagt: „Hier ist es viel schöner.“

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Nicht nur im Meer schwimmt Müll, auch in der Sechs-Seen-Platte. Damit der weder das Ökosystem beeinträchtigt noch die Besucher des beliebten Naherholungsgebiets, ist ab und zu eine Aufräumaktion nötig. Am Maifeiertag stand eine Ungewöhnliche an: Auf ihren Boards machten sich die Stand-up-Paddler von Lani auf, um vom Wasser aus selbiges zu reinigen.

Natascha, Christin, Natalie, Steffie und Wilfried haben sich zu diesem Zweck am Tag der Arbeit im Strandbad Wolfssee am frühen Nachmittag eingefunden. Mit dabei waren natürlich auch die Betreiber der Paddel - Station, Daniela und Kai Jensch. Bedenken, dass aufgrund vorheriger Säuberungsaktionen kein Müll geortet werden konnte, hatte Kai Jensch nicht. „Wir hatten zuletzt ja schöne sommerliche Tage, das hinterlässt immer unschöne Spuren an den Ufern.“

Einen ganzen Container voll Müll gesammelt

Die Sammlung nach dem Ende der Aktion konnte sich tatsächlich sehen lassen. Der Container, den die Stadt in Zusammenarbeit mit der Offensive für ein sauberes Duisburg bereitgestellt hatte, war am Ende gut gefüllt. Darin befanden sich jede Menge Bier- und Plastikflaschen, Alu-Grillschalen und sonstige Party-Hinterlassenschaften.

Die Stand-Up-Paddler nutzen für das Großreinemachen natürlich ihr Sportgerät. Auf dem Board führt jeder Steh-Paddler einen Plastikbehälter mit, um darin den Müll zu sammeln. Start ist der neue Standplatz am westlichen Ende des Strandbads. „Eigentlich ist es heute fast schon zu windig“, stellte Daniela Jensch zu Beginn fest, denn was für Windsurfer ideal ist, behindert die Paddler eher.

Die Lani-SUP-Station ist umgezogen ins Strandbad

Ehemann Kai hofft in der bevorstehenden Saison auf viele Kunden. Im letzten Jahr war die Lani-Station ein kleines Stück weiter auf dem Areal der Wanheimer Kanugilde zu finden. Aber auch hier werden die SUP-Freunde ihren Himmel wohl finden – der Name Lani ist Hawaiianisch und bedeutet Himmel.

Jetzt kann man auf dem Gelände des Strandbades unter fachkundiger Anleitung das Paddeln im Stehen erlernen oder ein Board ausleihen, wenn er schon etwas Erfahrung hat. „Rund 20 Boards stehen dafür zur Verfügung“, erläutert Jensch. Aufwändig sei der immer mehr in Mode kommende Sport nicht: Ein Board bekommt man schon ab 200 Euro. Das Sportgerät ist aus PVC, aufblasbar und leicht transportierbar. Die noch junge Sportart gilt als ideales Training für die Tiefenmuskulatur und vermindert Rückenschmerzen.

Düsseldorferin zur Sechs-Seen-Platte: „Hier ist es viel schöner“

Christin Butschek kann die positiven Effekte nur bestätigen: „Ich habe den Sport erst im letzten Jahr erlernt und bin seitdem dabei geblieben.“ Ihr gefällt die Naturnähe und die Möglichkeit, den Grad ihrer Aktivität selbst zu bestimmen: „Man kann dabei total entspannen oder sich komplett auspowern.“ Mit dabei ist hat sie immer ihre Mischlingshündin Frieda, der die Paddel-Runde offensichtlich jede Menge Spaß bereitet. Von der Sechs-Seen-Platte zeigt sich die Düsseldorferin begeistert: „Wir haben zwar auch den Unterbacher See, aber hier ist es viel schöner.“

Während seine Frau Steffie sich schon startklar macht, genießt Wilfried Fröhbus noch die Sonne am Wolfssee. „Ab und zu mach ich auch mit, meine Frau ist da allerdings der aktivere Teil“, erklärt der Weseler sein momentanes Chillen. Die Wedauer Seen kannte er bisher noch nicht, die Idylle am See gefällt ihm aber auf Anhieb: „Sehr schön hier, hier kann man es aushalten.“

<<< AUSPROBIEREN, LEIHEN, BUCHEN

Lani ist einer von drei Stand-Up-Paddling-Anbietern an der Sechs-Seen-Platte. Ein Anfängerkurs kostet dort 45 Euro. Der Strandbad-Eintritt wird bei Kursen erstattet.

Die erste Stunde auf einem ausgeliehenen Board kostet 15 Euro, die zweite 12 und die Folgestunden jeweils 10 Euro.

Buchungen sind telefonisch unter 01578/34 67 384 oder über die Internet-Seite l ani-sup.com möglich.

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