Ruhrorter Schifferbörse steht zum Verkauf – Restaurant insolvent

Die Ruhrorter Schifferbörse, die sich im Eigentum der Sparkasse Duisburg befindet, soll zeitnah verkauft werden. Darüber verhandelt nach Informationen der NRZ derzeit ein noch nicht genannter Interessent aus der Hotel- und Gastronomiebranche mit dem Kreditinstitut. Denn: Anfang dieser Woche hat der Pächter des Restaurants und der Tagungsstätte „Schifferbörse“, Oliver Urlichs, beim Amtsgericht Duisburg eine Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Der Grund: Anhaltend hohe Kosten für den Unterhalt des Gebäudes und absehbar weitere hohe Investitionen für laufend angepasste Brandschutzmaßnahmen, sowie Einnahmeeinbußen durch einzelne Nutzungsuntersagungen der Behörden haben nach Worten des Pächters den Gang zum Amtsgericht unumgänglich gemacht. Der erfahrene Gastronom Urlichs, der knapp 20 Jahre lang die Gastronomie des Amateur-Schwimm-Club betrieb, hatte erst im Dezember 2011 den Gastronomiebetrieb in Ruhrort aufgenommen, nachdem die Immobilie zuvor mehr als ein Jahr lang leer stand und aufwändig renoviert werden musste. Trotz Insolvenz, so Urlichs, laufe der Betrieb ohne Einschränkung weiter. Alle vereinbarten Termine mit der Kundschaft hätten Bestand. Gesucht werde jetzt zusammen mit dem Eigentümer der Immobilie ein Investor, dessen Interesse und Geldmittel groß genug seien, den beliebten, aber nicht unkomplizierten Standort Schifferbörse unter seine Fittiche zu nehmen. Das Echo in der Duisburger Bürger- wie Kaufmannschaft an dem neuen Restaurant-Standort sei, so Urlichs, sehr gut. Unterschätzt habe er die immensen Nebenkosten dieses Hauses wie auch die Kosten für Umbauten und Einbauten u.a. für den immer wieder neu angepassten Brandschutz. Erst kürzlich war das Restaurant als eines der 300 besten Restaurants Deutschlands ausgezeichnet worden.

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