Multimedia-Spezial

"Rheingezoomt" - Geschichten rund um den Rhein in Duisburg

Duisburg.  Wir sind gewandert, gepaddelt und geflogen, haben Flusswasser getrunken und Schimmis Spuren gesucht. Voilà: Unser Online-Dossier zum Rhein in Duisburg.

Schon mal Rheinwasser getrunken? Auf dem Rhein gepaddelt? Zu Fuß versucht, kilometerweit am Ufer entlang zu kommen und dabei Zäune überklettert, Hafenbecken überwunden, verborgene Burgen gefunden? Das müssen Sie auch gar nicht, das haben wir schon gemacht. Und aus all unseren Erlebnissen ein Online-Dossier gebaut, das die Reportagen, Videos und Fotostrecken zum Rhein in Duisburg versammelt.

„Rheingezoomt“ haben wir die Seite getauft. Beides haben unsere Bewegtbild-Experten Hans Blossey und Andreas Mantler wörtlich genommen: Sie sind mit Segelflugzeug und Kamera-Drohne am Rhein entlang geflogen, haben Weitblicke eingefangen und auch das Klein-Klein von Industrie und Rheinwiesen, Wohnbebauung und Tierwelt in Szene gesetzt.

Mit dem Kanu auf dem Rhein

Die Reporter haben sich des Rheins im Selbstversuch angenommen und ihn mit allen Sinnen erlebt. Wir sind mit kleinen Kanus auf dem mächtigen Strom gefahren, haben die Kraft des Wassers gespürt und vom Ufer aus über den Mut der Paddler gestaunt, die sich mit ihren kleinen Bötchen auf die Bugwellen der großen Pötte werfen.

Wie schmeckt der Rhein?

Gegen den Rat der Experten des Laborschiffs Max Prüss haben wir sogar Rheinwasser getrunken und mit diesem Schluck einen winzigen Krümel einer Herztablette eingenommen, einmal an einer Tube Salbe geleckt, die sonst Schmerzen am Knie lindert – und je nachdem, was die Kläranlagen in Hochfeld und Huckingen so eingeleitet haben, ist Durchfall noch eine Spätfolge, versprachen die Forscher.

Wir waren an Bord des Hafenmeisters und haben das Kommen und Gehen im größten Binnenhafen Europas beobachtet, wo satte 21 Hafenbecken von Schiffen aus aller Welt befahren werden. In einem der Hafenbecken liegt zudem das Schulschiff, auf dem angehende Binnenschiffer schlafen, wenn sie in Duisburg zur Schule gehen.

Gift im Boden

Außerdem waren wir zu Gast bei einer Familie, deren Eigenheim mit einem traumhaften Rheinblick gesegnet ist. Doch im Gartenboden schlummert das Erbe der Industriegeschichte. Erst eine Sanierung wird das sorglose Herumbuddeln der kleinen Tochter möglich machen.

Der Rhein zieht auch Landratten an, einer von ihnen, nicht mal seefest, baut derzeit an einem Hausboot. Direkt ansteuern kann er die vielen Biergärten, die am Rhein liegen, leider nicht, da fehlt es an Anlegern. Als Ausflugsziel bietet sich die Gastronomie mit Aussicht aber für Radler und Spaziergänger an. Von schlicht bis edel, von Pommesbude bis Fisch vom Feinsten schlängelt sich allerhand am Ufer entlang.

Die fließende Grenze

Für unser Dossier sind wir auch tief ins Stadtarchiv gestiegen, haben uns den Rhein im Wandel der Zeit angeschaut und schöne historische Fotos mitgebracht. Das Duisburger Rathaus bot früher direkten Rheinblick und der Hafenstadtteil Ruhrort war einst linksrheinisch. Damals wie heute ist der Rhein auch ein trennendes Element – und das nicht nur wegen der ständigen Staus auf den Brücken, denen wir ein eigenes Special gewidmet haben. Menschen aus den linksrheinischen Stadtteilen fahren bis heute „nach Duisburg“, wenn sie die Innenstadt meinen. Dabei ist die Kommunalreform schon über 40 Jahre her. Einen ihrer Väter trafen wir zum Gespräch: Franz-Josef Antwerpes. Der ehemalige Kölner Regierungspräsident war seinerzeit Leiter des Planungsstabes in Duisburg und für die Neugliederung wird er bis heute geliebt – oder gehasst.

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