Kommentar

Norbert Brodas Rauswurf aus der SPD ist unverhältnismäßig

WAZ-Redakteurin Monique de Cleur

WAZ-Redakteurin Monique de Cleur

Duisburg.  Bei Thilo Sarrazin brauchte die SPD neun Jahre, um ihn rauszuwerfen, bei Norbert Broda sechs Monate. Dabei wollte Broda nur SPD-Politik machen.

Norbert Broda ist für die SPD offenbar schlimmer als Thilo Sarrazin. Sie erinnern sich: Das ist der Mann, der weniger mit seinem Parteibuch für Aufmerksamkeit sorgt als mit den Büchern, die er selber schreibt: „Deutschland schafft sich ab“ oder „Feindliche Übernahme“; Bücher, die derart fremden- und islamfeindlich sind, dass die AfD sich mit ihnen schmücken könnte. Im Juni, als die NRW-SPD beschloss, den sozialdemokratisch agierenden Norbert Broda auszuschließen, scheiterte ihre große Schwester auf Bundesebene zum dritten Mal daran, den unsozialdemokratisch polternden Sarrazin rauszuwerfen. Am Donnerstag erst hat sie es nach fast einem Jahrzehnt geschafft.

Die Kandidatur von Broda als Bezirksbürgermeister war eigenmächtig

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