Oststraße

Neue Läden, aber viel Leerstand auf Neudorfs Einkaufsstraße

Einige leerstehende Läden fallen auf der Oststraße auf.

Einige leerstehende Läden fallen auf der Oststraße auf.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Neueröffnungen, aber auch viel Leerstand und keine Interessengemeinschaft mehr: So geht es mit der Oststraße in Duisburg-Neudorf weiter.

Geschäfte schließen, ziehen um oder eröffnen neu: Das Bild der Oststraße in Duisburg-Neudorf wandelt sich ständig. Nicht zu übersehen ist auch der Leerstand. Doch gerade in Zeiten, in denen sich kleine Geschäfte schwer tun, löst sich die Interessengemeinschaft Oststraße auf. Wie geht es nun weiter in Neudorfs Einkaufsstraße? Die Redaktion hat sich vor Ort mal umgeschaut.

Zurzeit laufen die Weihnachtsvorbereitungen in der Oststraße: Lichtersterne sind an den Straßenlaternen angebracht, Weihnachtsbäume sind aufgestellt. Doch es ist das letzte Jahr, in dem die Interessensgemeinschaft für die Weihnachtsdekoration sorgt. Der Verein hat vor kurzem seine Auflösung beschlossen.

Die Interessengemeinschaft Oststraße löst sich auf

Sebastian Genz war bis zuletzt Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Oststraße. Ihm gehört „Lekkerchen“, ein Fachgeschäft für Tierbedarf. „Es war einfach niemand mehr bereit, die Arbeit im Vorstand auf sich zu nehmen“, sagt Genz. Auf der Mitgliederversammlung am 21. Oktober sei dann das Ende der Interessensgemeinschaft beschlossen worden. „Die Unterlagen zur Auflösung sind derzeit beim Notar“, sagt Genz.

Die Neudorfer Oststraße verbindet die Lotharstraße mit dem Ludgeriplatz. In der Fußgängerzone zwischen Bismarck- und Grabenstraße reihen sich neu eröffnete Cafés und Discounter unter alteingesessene Geschäfte. Das Angebot ist vielfältig: Da sind zum Beispiel Obst- und Gemüsehändler, ein Buchladen, ein Bäcker oder eine Metzgerei. Von der Zahnbürste bis zur neuen Uhr gibt es in den Geschäften der Oststraße alles zu kaufen.

Leerstehende Läden fallen im Straßenbild auf

Doch im Straßenbild fallen auch immer wieder leerstehende Flächen auf. „Zu vermieten“ prangt gleich an mehreren Schaufensterscheiben. Zuletzt hat der Kaffeeröster Tchibo seine kleine Filiale geschlossen: „Es war ein sehr kleiner Standort, der sich auf Dauer einfach nicht mehr getragen hat“, erklärt ein Konzernsprecher auf Anfrage.

Im ehemaligen Reformhaus, das nur ein paar Meter weiter liegt, sind schon länger die Lichter ausgegangen. Auch die ehemaligen Verkaufsräume des „Kutschkastens“ stehen leer. Arthur van Bommel musste allerdings nicht schließen. Im Gegenteil: Er war auf der Suche nach einem größeren Laden und verkauft seine Holland- und Lastenräder nun ein paar Meter weiter Richtung Bismarckstraße.

Direkt neben seinem neuen Laden hat das Café Kadia eröffnet. Dort gibt es kleinere Gerichte, Kaffee und Kuchen.

Auch im kommenden Jahr soll es eine Weihnachtsdekoration geben

In das Gebäude der ehemaligen Deutschen Bank-Filiale soll angeblich ein Kieferorthopäde einziehen, weiß Petra Lorberg aus Erzählungen. Sie betreibt hier die kleine Buchhandlung „Tausendundein Buch“.

Lorberg hat sich ebenfalls jahrelang in der Interessengemeinschaft Oststraße engagiert. Zusammen mit Nicole Blitch, Inhaberin der Metzgerei Mieth, will sie sich fortan um die Weihnachtsdekoration der Straße kümmern. Am Donnerstag, 21. November, sollen Kinder aus acht Kindergärten kommen, um die Weihnachtsbäume zu schmücken. Es geht also irgendwie weiter in der Oststraße.

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