Großbrand in der Therme

Nach Brand in der Therme: Große Ungewissheit ums Gradierwerk

So sieht das Gradierwerk der Niederrhein-Therme nach dem Großbrand aus.

So sieht das Gradierwerk der Niederrhein-Therme nach dem Großbrand aus.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Kann das Gradierwerk wie ursprünglich geplant erneuert werden? Nach dem Brand in der Duisburger Niederrhein-Therme herrscht große Ungewissheit.

Das große Reinemachen war nach dem Brand in der Nacht zu Montag in der Niederrhein-Therme angesagt. „Viele Kollegen, die gar nicht im Dienst waren, haben sich freiwillig gemeldet und viele Stunden geschuftet, damit wir schon am Dienstag wieder öffnen konnten“, erzählt Sprecherin Sandra Blat y Bränder. „Was da möglich gemacht wurde, ist wirklich großartig.“

Der Kraftakt im Duisburger Stadtteil Röttgersbach war nötig geworden, weil das Feuer die größte Sauna der Therme mit Platz für 80 bis 85 Personen und Teile des angrenzenden Gradierwerks zerstört hatte. Die Feuerwehr konnte allerdings verhindern, dass die Flammen auch das Hauptgebäude erfassten. Personen kamen nicht zu Schaden.

Fast wieder ganz normaler Betrieb in der Therme

„Die allermeisten Gäste hatten großes Verständnis dafür, dass wir am Montag trotzdem komplett geschlossen hatten“, so Blat y Bränder. „Die Sicherheit ging aber einfach vor. Nun herrscht fast wieder ganz normaler Betrieb. Nur einige Liegemöglichkeiten fehlen und die betroffene Kelo-Sauna kann natürlich nicht mehr genutzt werden.“

Die liegt komplett in Schutt und Asche, der rechte Teil des Gradierwerks ist auf einer Länge von 15 Metern den Flammen zum Opfer gefallen. „Aber auch der Mittelteil mit Hochsteg ist in Mitleidenschaft gezogen worden, der linke Teil ist weitgehend intakt“, so die Sprecherin der Therme. „Genaueres werden wir aber erst wissen, wenn ein Statiker da war.“ Der Bereich ist weiter gesichert, eine Nachtwache eingerichtet, damit niemand die Absperrungen ignoriert und sich unnötig in Gefahr bringt.

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Termin mit der Versicherung am Mittwoch

Inwieweit die Versicherung für die Schäden aufkommt, wird sich womöglich schon an diesem Mittwoch klären. „Wir haben nachmittags einen Termin“, so Blat y Bränder.

Insbesondere, was das Gradierwerk betrifft, herrscht derzeit noch große Ungewissheit. Die Konstruktion aus Reisig mit salzigem Sprühnebel ist nach Sturmschäden seit Anfang 2016 außer Betrieb. „Seitdem haben wir dafür gekämpft, dass Geld für den Wiederaufbau bereitgestellt wird. Dafür haben wir noch im vergangenen Jahr noch über 5000 Unterschriften gesammelt“, so Blat y Bränder. „Dann bekommen wir kürzlich endlich von der Stadt Duisburg und dem Regionalverband Ruhr als Gesellschafter weitgehend grünes Licht für die Finanzierung und dann muss uns so ein Brand passieren.“

Ziel ist weiter der Wiederaufbau des Gradierwerks

Sie geht davon aus, dass die zuletzt veranschlagten rund 600.000 Euro für die Erneuerung des Gradierwerks nicht mehr ausreichen werden, aber auch nicht mehr Geld zur Verfügung gestellt wird. „Die Gesellschafter warten jetzt erst mal ab“, so Blat y Bränder. „Klar ist: Wir wollen weiter den Wiederaufbau schaffen, können derzeit aber einfach noch nicht sagen, wie und wann.“

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