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MSV Duisburg gegen KFC Uerdingen: Provokation vor Derby

Vor dem Lokalderby MSV Duisburg gegen den KFC Uerdingen: Auf diesem Banner über der A3 steht noch eine der harmloseren Beschimpfungen. 

Vor dem Lokalderby MSV Duisburg gegen den KFC Uerdingen: Auf diesem Banner über der A3 steht noch eine der harmloseren Beschimpfungen. 

Foto: mas

Duisburg.  Die Polizei bereitet sich auf das Duell zwischen dem MSV Duisburg und dem KFC Uerdingen vor. Montagabendspiel ist für die Beteiligten ungünstig.

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Wenn der MSV Duisburg am Montag in der Arena den KFC Uerdingen empfängt, birgt dieses Derby nicht nur auf dem Platz Konfliktpotenzial – nicht zuletzt, weil KFC-Fans im Duisburger Stadtgebiet mehrere Banner mit Beleidigungen aufgehängt haben. Wie die Polizei sich auf die Begegnung der Fanlager vorbereitet und warum MSV und Sicherheitsexperten der Spieltermin am Montagabend nicht schmeckt:

Plötzlich hingen zum Wochenanfang Banner mit wüsten Beleidigungen gegen den MSV unter anderem an Brücken über der Autobahnen A3 und A40. Unbekannte hatten sie über Nacht angebracht. „Man kann die Rivalität ja mit pfiffigen Sprüchen ausleben. Diese Statements hatten allerdings wenig Charme“, kommentiert MSV-Sprecher Martin Haltermann die Aktion. Der KFC Uerdingen hat sich kurze Zeit später von den Botschaften distanziert. Die Lage zwischen den beiden Fanlagern ist jedoch angespannt.

MSV Duisburg gegen KFC Uerdingen: 14.000 Zuschauer und Konfliktpotenzial

Das wissen auch die Polizei und die Vereine. Zweimal habe man sich bereits zu Sicherheitsbesprechungen getroffen. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze der Polizei NRW stuft die Begegnung im Ampel-System als gelb ein. „Es ist eine Begegnung mit Konfliktpotenzial, aber kein Hochrisikospiel“, präzisiert Polizeisprecherin Jacqueline Grahl.

14.000 Zuschauer erwartet der MSV, darunter circa 1500 Gäste-Anhänger. Anders als bei Spielen gegen Großaspach und Co. setzten die Sicherheitsexperten bei dieser Begegnung für die Gästefans auf sogenannte Vereinzelungsanlagen, die Einzelkontrollen vereinfachen.

Die Polizei wird im Vorfeld besonders darauf achten, die Krefelder und Duisburger im Stadionumfeld zu trennen. Dass viele KFC-Fans nach Erfahrungen der vergangenen Saison (damals trugen die Uerdinger ihre Heimspiele in der Schauinsland-Reisen-Arena aus) mit dem Auto anreisen, macht die Fan-Trennung nicht einfacher. „Dieses Mal müssen sie auf dem Gästeparkplatz parken“, erinnert Haltermann.

Montagabend-Termin gefällt MSV und Polizei nicht

Genaue Angaben über die Zahl der Einsatzkräfte macht die Polizei nicht. „Wir sind mit vielen Kräften vor Ort“, sagt Sprecherin Grahl nur. Zu viel soll nicht über die Einsatzplanung bekanntgegeben werden. Klar ist aber: Aus beiden Städten werden szenekundige Beamte vor Ort sein.

Dass der Deutsche Fußball-Bund die Begegnung auf einen Montagabend terminiert hat, stößt bei den Beteiligten auf wenig Zuspruch.

Da ist einmal der MSV, der sich an einem Samstagmittag mehr Fans versprochen hätte. „Für die Familien mit Kindern ist der Montag nicht ideal. Die fallen uns leider weg“, so MSV-Sprecher Haltermann. Der DFB handle nach der Maßgabe, dass bei Montagabendspielen die Entfernung für die Fans nicht so groß sein soll. „Wir haben da keinen Einfluss drauf.“

Und dann ist da natürlich auch die Polizei, die auf die Dunkelheit und die konzentrierte Anreise hinweist. „Zur Mittagszeit im Tageslicht wäre für die Einsatzkräfte natürlich einiges einfacher“, sagt Jacqueline Grahl. So wird die Polizei bei der Beobachtung der Fanströme am Montag mit Lampen und Scheinwerfern arbeiten.

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