Geschäfts-Eröffnung

Mehr Platz für das Duisburger Strickgeschäft „Auf Wolle 7“

Gabriele Rotert ist mit dem Laden für Wolle in Duisburg Neudorf umgezogen.

Gabriele Rotert ist mit dem Laden für Wolle in Duisburg Neudorf umgezogen.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg - Neudorf.   18.000 Knäuel Wolle sind im Neudorfer Strickstübchen im Angebot. Oben drauf gibt es „Auf Wolle 7“ Wissen, Austausch, Geselligkeit.

Nur vier Wollknäuel bräuchte es, wenn Gabriele Rotert eine Spur aus Garn vom ehemaligen Ladenlokal bis zur neuen Strickstätte legt: „Auf Wolle 7“ ist umgezogen, von der Grabenstraße 400 Meter Fußweg weiter zum Sternbuschweg 148. Inhaberin Rotert sowie die Kundschaft freuen sich über die neuen Räume.

„Es wirkt offener, einladender und es ist perfekt quadratisch geschnitten“, urteilt Rotert. Dabei ist der Laden - früher war hier mal ein Postgeschäft - nicht viel größer als die vorherige Verkaufsfläche. Mehr als 110 Quadratmeter stehen den Strick-Enthusiasten immer noch zur Verfügung, um sich die perfekte Wolle auszusuchen, Tipps abzuholen oder zu klönen.

Etwa 18.000 Knäuel lagern auf Wolle 7 – Merino-Schnüre, Yak-Fasern, Seide und Leinen, bunt, einfarbig, grob und fein; das Sortiment flankiert wohl geordnet das helle und weitläufige Atrium mit dem Thekenbereich. Zur rechten Hand ist ein durch die Schränke abgetrennter Bereich entstanden: „Das Wohnzimmer“, so nennen es Rotert und ihre Mitarbeiterin Hildegard Schmid.

Lange Donnerstage für die gegenseitige Inspiration

Eine gemütliche Couch, Sitzhocker und Tische stehen im Wohnzimmer, Fachliteratur zum Schmökern ist ebenfalls vorhanden. Es ist geräumig und es bedarf auch viel Platz im Laden: „Zu unseren ‚langen Donnerstagen‘ kommen immer so 25 Leute“, berichtet Schmid.

Gegenseitig gibt man sich Tipps, holt sich Inspiration oder quatscht nur miteinander. Vor lauter Quasselei passiert hin und wieder ein Fauxpas. „Ein Mann wollte Socken stricken, hat sich aber so verlabert, dass er am Ende nur zwei fingergroße Fersen nach Stunden in der Hand hielt“, plaudern Rotert und Schmid aus dem Strickkästchen.

„Dass die Leute hier hinkommen, bleiben und sich unterhalten, freut uns und zeichnet uns auch aus“, findet Rotert. Auf Wolle 7 sei eine Institution in Neudorf. Neben dem langen dritten Donnerstag im Monat gibt’s montags und mittwochs den Stricktreff, an Wochenenden bieten Schmid oder ihre beiden Kolleginnen Rita Terjung und Inge Brüntges Workshops an. „Ob Socken- oder Tücherstricken, Deko-Häkeln und neue Häkeltechniken wie ‚Granny Squares‘ – für Laien bis fortgeschrittene Strickfans bieten wir abwechslungsreiche Workshops an“, sagt Schmid.

Erdtöne für den Herbst

Das nötige Know-How holen sich die Mitarbeiterinnen bei Schulungen, zusammen mit Chefin Rotert ging’s kurz vor der Neueröffnung außerdem auf die Kölner Messe „Handarbeit und Hobby“. Dabei schauten sich die vier Häkelexpertinnen nach den neuesten Trends um. „Zum Herbst hin wird’s viel in Erdtönen, Gelb und Grün geben. Außerdem spielt die Qualität der Wolle eine immer wichtigere Rolle bei den Kunden“, weiß die Chefin. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und ökologische Verarbeitung sei von größter Bedeutung. Da vor dem Herbst jedoch noch der Sommer kommt, stricken die Kunden, die hier auch gleichzeitig Gäste und Freunde zu sein scheinen, zurzeit liebend gerne Seidentücher und Tops mit viel Leinenanteil.

Öffnungszeiten:

Das Strickgeschäft öffnet montags bis freitags von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr; samstags von 10 bis 13 Uhr. Außerdem finden regelmäßig Workshops statt.


Infos zu den verschiedenen Veranstaltungen gibt’s auf der Facebookseite „Auf Wolle 7“. www.facebook.com/AufWolleSieben

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