WAZ-Leserbeirat

Lob und Kritik vom Beirat der Duisburger Leser

Die Curve-Baustelle im Hintergrund: Das Projekt wurde zum Desaster für die Stadt - ein Thema, das auch beim Duisburger Leserbeirat nur Kopfschütteln verursacht.

Die Curve-Baustelle im Hintergrund: Das Projekt wurde zum Desaster für die Stadt - ein Thema, das auch beim Duisburger Leserbeirat nur Kopfschütteln verursacht.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Neben den neuen Stadtteilseiten wurden das The-Curve-Desaster, das Altholzkraftwerk und der Rückkauf des Bahnhofsgeländes von Krieger diskutiert.

Seit zweieinhalb Monaten heißt es bei der WAZ in Duisburg: Alles für alle – die drei Stadtteilausgaben in einer gemeinsamen Ausgabe. Diese Neuerung stößt auch beim Leserbeirat überwiegend auf Zustimmung, wie das jüngste Treffen in der Redaktion zeigte.

Marc Buchholz aus Neumühl etwa freut sich für seine Frau, die aus Rumeln stammt und nun immer sofort weiß, was in ihrer alten Heimat los ist. Er selbst fand den Bericht über den Streit des neuen Pächters der Rheinlust-Terrassen mit den Nachbarn in Wanheim sehr interessant. „Da bin ich beim Lesen sofort hängen geblieben.“ Anfangs habe er sich allerdings ein wenig orientieren müssen.

Kleine Landkarte als Orientierung

So erging es zunächst auch Ralf Franzkowski. Deshalb findet der Neudorfer sehr vorteilhaft, dass auf jeder Stadtteilseite auch eine kleine Landkarte die Zuordnung erleichtert. Wenn auch ihn nicht jede Geschichte brennend interessiere, lohne sich für ihn der Blick über die Stadtteilgrenze hinaus – etwa auf die andere Rheinseite.

Im Umfeld von Werner Bergendahl aus Beeckerwerth und Wolfgang Franzen aus Homberg halten sich dagegen die positiven und negativen Stimmen die Waage. „Das Ganze sprengt zum Teil schon das, was man morgens noch lesen kann“, so Franzen. Ulrike Lohmann ist dagegen total begeistert. „Wir in Ungelsheim haben doch vorher von Hamborn oder Aldenrade gar nichts mitbekommen.“ Und auch Berichte aus Rheinhausen wie etwa über die Foodsharing-Hütte der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde habe zuletzt ihre Aufmerksamkeit erregt. „Ich bin richtig neugierig auf die Stadtteile geworden“, so Lohmann. Und Christa Brudzinski sagt: „Die Zeitung ist dicker und interessanter geworden.“

Apropos interessant: Zu drei zuletzt aufsehenerregenden Themen hatte der Leserbeirat selbstverständlich auch eine Meinung. Als die Sprache auf das The-Curve-Desaster und der fünf Millionen Euro teuren Schadensbegrenzung durch die Stadt kommt, bricht erst einmal höhnisches Gelächter aus. „Das Geld hätte man wirklich besser einsetzen können – etwa an Schulen“, sagt Marc Buchholz. Dass der Stadtrat die Pläne für das geplante Altholzkraftwerk in Walsum gestoppt hat, lobt der Leserbeirat hingegen. „So etwas brauchen wir gar nicht“, so Wolfgang Bergendahl.

Daumen hoch auch dafür, dass die städtische Gebag das Bahnhofsgelände von Investor Kurt Krieger zurückkauft. „Das ist großartig“, sagt Ulrike Lohmann, „und weckt die Hoffnung auf neue, gute Ideen für Duisburg.“

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