Gericht

Landgericht Duisburg startet Prozess um Kindesmissbrauch neu

Das Verfahren gegen den 36-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs wurde am Montag in Saal 101 des Landgerichts Duisburg erneut gestartet.

Das Verfahren gegen den 36-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs wurde am Montag in Saal 101 des Landgerichts Duisburg erneut gestartet.

Foto: Foto: Jörg Schimmel

36-Jähriger soll dreijähriges Mädchen vergewaltigt haben. Prozess vor dem Landgericht Duisburg startete am Montag noch einmal von neuem.

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Die Polizei hielt einen 36-jährigen Mann, der am 3. November 2018 im Umkleidebereich der Niederrhein-therme beim Filmen erwischt wurde, zunächst nur für einen Spanner. Die Sichtung des Handys ließ den Verdacht auf schlimmere Straftaten zu. Die Anklage wirft dem Oberhausener nun vor allem schweren Kindesmissbrauch sowie Herstellung und Besitz von Kinderpornografie vor. Vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz begann der Prozess, knapp drei Wochen nach dem ersten Auftakt, noch einmal von vorn.

Angeklagten droht Unterbringung

Durch einen Spalt in der Wand einer Umkleidekabine hatte der Angeklagte Aufnahmen einer Neunjährigen gemacht. Als die Ermittler sein Handy unter die Lupe nahmen, fanden sie Erschreckendes: Der 36-Jährige soll 2018 beim Babysitten an der Scheide einer Dreijährigen manipuliert und das Kind zuletzt sogar vergewaltigt haben. Taten, die er durch Foto- und Videoaufnahmen dokumentiert haben soll. Zudem soll er eine Zehnjährige beim Chatten im Internet dazu veranlasst haben, Aufnahmen ihres Intimbereichs anzufertigen und ihm zu mailen.

Verfahren beginnt non vorne

Erst unmittelbar vor dem ersten Prozessauftakt am 8. Mai hatte ein psychiatrischer Sachverständiger sein vorläufiges Gutachten vorgelegt. Danach könnte dem Angeklagten, der gravierende psychische Probleme haben soll, auch eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus drohen. Darüber müssen laut Gesetz drei Berufsrichter entscheiden. Die Kammer war aber zunächst nur mit zwei Berufsrichtern angetreten.

In verstärkter Besetzung startete das Verfahren nun noch einmal von vorne. Zwei Fortsetzungen sind geplant. Bereits in der kommenden Woche könnte es ein Urteil geben.

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