„Kita-Gipfel“

Kitaplatz-Vergabe: Träger streben gemeinsame Kriterien an

Ein Ergebnis des „Kita-Gipfels“ in Duisburg: Jugendamt, freie Träger und Tageseltern wollen KIta-Plätze künftig nach denselben Kriterien vergeben.

Ein Ergebnis des „Kita-Gipfels“ in Duisburg: Jugendamt, freie Träger und Tageseltern wollen KIta-Plätze künftig nach denselben Kriterien vergeben.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Duisburg.  Beim Kita-Gipfel haben sich Vertreter der Träger und Tageseltern laut Stadt darauf geeinigt, Kita-Plätze nach gemeinsamen Kriterien zu vergeben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Träger der Duisburger Kindertagesstätten streben nach Angaben der Stadtverwaltung einen weiter reichenden und verbindlichen Katalog mit gemeinsamen Kriterien für die Vergabe von Kita-Plätzen an. Darauf haben sich nach Angaben des Amtes für Kommunikation Vertreter der freien Träger, der Tageseltern und Fachkräfte des Jugendamtes bei einem „Kita-Gipfel“ geeinigt.

Nach erheblichen Problemen im Koordinierungsverfahren war es dem Jugendamt gelungen, die meisten Eltern mit Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zu versorgen.

Bei dem Treffen am 9. Oktober im Rathaus sagte Jugenddezernent Thomas Krützberg: „Wir wollen über die bestehenden Absprachen hinaus weitere Vereinbarungen treffen, um das Verfahren für die Vergabe der Betreuungsplätze noch transparenter und vor allem schneller zu gestalten.“

Es habe unter den Teilnehmern Einigkeit darüber geherrscht, „dass zukünftig die Plätze unter Berücksichtigung der Lebensumstände der Kinder mithilfe eines abgestimmten Vergabesystems verteilt werden sollen“, berichtet Stadtsprecherin Gabi Priem.

Rücksicht auf Benachteiligte, Alleinerziehende und Berufstätige

Ziel seien verbindliche Kriterien, so Priem: „So kann zum Beispiel bei nachgewiesenem Ausfall einer Betreuungsperson oder der Notwendigkeit einer Betreuung zum Schutz des Kindes mit Blick auf die frühe Stärkung von Bildungschancen und Teilhabe aller Kinder ein erhöhter Förderbedarf bestehen.“

Auch die berufliche Situation der Erziehungsberechtigten solle berücksichtigt werden, etwa zu Gunsten von alleinerziehenden oder berufstätigen Eltern. Weitere Kriterien könnten das Alter des Kindes und Geschwisterregelungen sein. Für spezielle Einzelfälle seien, so Priem, ebenfalls Kriterien benannt worden.

Mithilfe des Kriterienkatalogs, so hofft die Stadt, könnte eine für Eltern und Träger nachvollziehbare Kitaplatz-Vergabe erfolgen. „Neben dem Merkmal der Religionszugehörigkeit wenden wir diese Vergabekriterien bereits seit Jahren bei der Vergabe unserer Kita-Plätze an“, erklärte Dr. Marcel Fischell vom Evangelischen Bildungswerk. Er betonte laut Stadt „seine volle Zustimmung zu dieser Initiative“.

Kita-Plätze: trägerspezifische Kriterien

Michaela Hendrichs-Linden von der Elterninitiative „Die Gartenzwerge“ in Rahm sagte: „Grundsätzlich greift ein derartiges System auch bei der Vergabe der Betreuungsplätze in unserer Einrichtung.“ Es gebe darüber hinaus trägerspezifische Kriterien.

Dezernent Krützberg kündigte an, die Zusammenarbeit der Ämter mit den freien Trägern zu intensivieren, um einheitliche Maßstäbe bei der Kitaplatz-Vergabe zu vereinbaren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben