Jubiläum

Hertha Picker wird 100: „Wer glücklich ist, wird auch alt“

Hertha Picker ist ein Familienmensch.

Hertha Picker ist ein Familienmensch.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Hertha Picker feiert ihren 100. Geburtstag mit der Familie – mit sieben Kindern und vielen Enkeln. Als Geschenk gab es eine große Überraschung.

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Für Hertha Picker ist es ganz klar: „Wer glücklich ist, wird auch alt“, sagt sie. Sie muss es wissen, feiert sie doch schließlich ihren 100. Geburtstag. Zum Glücklichsein gehört vor allem die richtig Gesellschaft, eine liebevolle Familie zum Beispiel. „Ich bin so froh, dass ich meine Kinder oft um mich habe“. Nicht nur zur Feier, zu der Picker in einer Kutsche am Seniorenheim abgeholt wird, um anschließend in einer Lokalität zu feiern, sieht sie die sieben Kinder, 13 Enkel und 15 Urenkel – alle verbringen immer gerne Zeit mit der Jubilarin.

In Danzig geboren, floh Picker nach Kriegsende in Richtung Ruhrgebiet, ließ sich schließlich mit ihrem Mann Fritz, der 1992 verstarb, in Meiderich nieder. Später zog sie ins Dellviertel – und lebt jetzt seit drei Jahren im Seniorenheim Johanniter Stift in Neudorf.

Das Leben unter einem Dach mit sieben Kindern war für Picker lebenserfüllend

Ihr Glück fand sie vor allem in ihren Kindern. „Sieben Kinder zu haben, ist einfach wunderbar. So war immer etwas los bei uns“, sagt sie. Sie bezeichnet die Erziehung der Kinder als lebenserfüllend und betont ganz stolz, dass aus ihnen allen „etwas geworden ist“.

Trotz des Trubels zu Hause arbeitete Picker viele Jahre als Stationsassistentin im früheren Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus, heute Herzzentrum Meiderich. Und wenn dann mal Zeit übrig war, feierte sie. Klar, kein echtes Glück ohne große Partys. „Ich habe Karneval immer sehr gemocht, das ist noch heute so“, sagt sie. So genießt sie es, wenn im Johanniterstift die jecke Zeit beginnt und der Stadtprinz vorbeikommt und dort auftritt.

Am Ehrentag darf die Jubilarin einmal mit einer großen Kutsche fahren

Ihren Kindern ist der Kontakt zum „Familienoberhaupt“ wichtig. „Wir versuchen alle, unsere Mutter oder Oma regelmäßig zu sehen“, sagt Tochter Anne-Marie Reinke. „Ich wohne nicht weit vom Johanniterstift und besuche sie täglich“, sagt sie und spricht wohl allen Verwandten aus der Seele: „Meine Mutter ist ein sehr lieber Mensch. Sie wollte immer unser Bestes.“

Und deshalb soll der Tag des 100. Geburtstags auch etwas ganz besonderes sein. „Wir haben uns lange Gedanken darüber gemacht, was man ihr schenken kann. Im Prinzip hat sie ja alles“, sagt Tochter Roswitha Schiebold. „Und so kamen wir auf die Idee, ihr eine Kutschfahrt zu schenken.“

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