Offene Jugendarbeit

Haus 45 in Homberg mobilisiert gegen die geplante Schließung

CDU besucht das Haus 45 der evangelischen Kirche in Homberg Hochheide

CDU besucht das Haus 45 der evangelischen Kirche in Homberg Hochheide

Foto: Egbert Schäffer / schäffer

Homberg.  Die Jugendlichen von Haus 45 sammelten 1200 Unterschriften und drehten einen Film. Am Freitag gehen sie in den Jugendhilfeausschuss

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Wenn am Freitag die Politik im Jugendhilfeausschuss eine wichtige Vorentscheidung über die Zukunft der von der Schließung bedrohten Jugendzentren in Rheinhausen und Homberg trifft, werden die Politiker dies nicht alleine tun. Zumindest mobilisiert die protestantische Kirche die Jugendlichen, die im Ortsteil Hochheide das Haus 45 an der Kreuzstraße besuchen.

Hier bietet die evangelische Kirchengemeinde seit 20 Jahren Heranwachsenden ein freizeitpädagogisches Programm an. Alle Kinder jeglicher Religion sind dort willkommen und nutzen auch das Angebot. „Eine bunte Vielfalt aller Kulturen findet sich bei uns im Haus 45“, sagt Leiter Konrad Donaubauer. Neben der Hausaufgabenhilfe, gehört zu der Arbeit auch, das Miteinander zu üben, das gegenseitige Akzeptieren und Projekte zu sozialen, politischen und ökologischen Fragen.“

Seit einigen Wochen hat ein politisches Projekt einen hohen und hautnahen Praxisbezug: der demokratische Kampf um den Fortbestand des Hauses. Donaubauer hat mit den Jugendlichen auf dem Wochenmarkt Unterschriften gesammelt, hat die Politik ins Haus geladen und mit den Jugendlichen einen Film gedreht, der zeigen soll, welche Bedeutung das Haus 45 für Jugendliche und Ehrenamtliche hat und was die Jugendlichen davon halten. Er ist auf der Facebookseite des Hauses zu sehen und kann auch im Internet gesehen werden: youtu.be/Jz7b1rVGepE .

Gibt es in Hochheide eine Überversorgung?

In nur eineinhalb Wochen haben 1200 Bürger gegen die vom städtischen Jugendamt beabsichtigte Mittelkürzung unterschrieben, die eine Schließung nach sich ziehen würde. Auch die Bezirksvertretung hat den Vorschlag einstimmig abgelehnt und auch Kritik an der Argumentation geübt. Dass ein zusätzlicher Bedarf in anderen Stadtbezirken besteht, ist unstrittig. dass in Hochheide mit drei Einrichtungen eine Überversorgung herrsche, ist dagegen nicht nachvollziehbar.

Besuch von der CDU

Zwei Tage vor der entscheidenden Sitzung besuchte ein CDU-Trio das Haus: Kreisvorsitzender Thomas Mahlberg, Rainer Pastoors, Geschäftsführer der Kreis-CDU, Stefanie Kreitz, CDU-Ratsfrau aus Homberg. Donaubauer stellte ihnen das Konzept der Jugendarbeit vor, berichtete, dass regelmäßig 30 bis 40 Jugendliche ins Haus zu Hausaufgabenhilfe kommen. Zudem überreichte er ihnen die Unterschriftenliste sowie eine CD mit dem Video.

Mit dem Bus zur Sitzung

Durch ihre Anwesenheit in der Sitzung wollen die Jugendlichen jetzt noch einmal ein starkes Zeichen gegen die Schließung setzen. Sie hoffen, mit ihrer Präsenz die Politik auch beeindrucken zu können. Am besten wäre es, wenn alle in Pink und Schwarz, den Logo-Farben von Haus 45 gekleidet wären. Die Gemeinde hat einen Bus organisiert, der am Freitag um 12 Uhr an der Kirchstraße 107, direkt vor der Ev. Kirche, startet.

Wer mitfahren möchte, sollte sich schnell melden: haus45@gmx.net oder 02066 35625. Entschieden wird auch über die Zukunft der Arbeit in Rheinhausen. Hier ist die Situation etwas anders. Das marode Heim von St. Peter soll aufgegeben werden und die Mitarbeiter ins Haus der Jugend ziehen. Auch dagegen rührt sich starker Protest.

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