Tierisches

Flauschiger Nachwuchs mit langer Nase im Duisburger Zoo

Ein erstes Foto des kleinen Ameisenbär. Gut getarnt krallt es sich im Fell seiner Mutter fest. Bisher läuft die Aufzucht, so Zoo Duisburg, ohne Probleme.

Ein erstes Foto des kleinen Ameisenbär. Gut getarnt krallt es sich im Fell seiner Mutter fest. Bisher läuft die Aufzucht, so Zoo Duisburg, ohne Probleme.

Foto: Zoo Duisburg

Duisburg.   Im Zoo Duisburg gibt es Nachwuchs: Ameisenbär-Dame Persea ist Mutter geworden. Für Besucher wird es schwierig, die scheuen Tiere zu entdecken.

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Der Duisburger Zoo kann sich über Nachwuchs freuen. Die Ameisenbären haben ein neues Familienmitglied bekommen. Zum dritten Mal wurde Ameisenbär-Dame Persea Mutter. Der Zoo zeigt nun erste Bilder. Auf den ersten Blick ist das Jungtier aber kaum zu erkennen. Gut getarnt krallt es sich im Fell seiner Mutter fest.

Bisher läuft die Aufzucht ohne Probleme. „Persea kümmert sich vorbildlich um ihren Nachwuchs“, sagt Tierpfleger René Ostendorf. Aktuell befinden sich Mutter und Kind noch in einem abgetrennten Bereich der Tropenhalle des Zoos. „Als das Jungtier geboren wurde, haben wir Persea in einen gesonderten Bereich der Tropenhalle umgesiedelt, damit sie sich ganz in Ruhe um den Nachwuchs kümmern kann.“

Ameisenbär-Nachwuchs im Zoo Duisburg ist ein Junge

Auch das Geschlecht des Jungtieres wurde bereits bestimmt. „Es ist ein kleiner Junge“, sagt der Tierpfleger. Für den Besucher wird es aber schwierig, Mutter und Kind zu entdecken. Denn tagsüber schlafen Tamanduas, wie die kleinen Ameisenbären auch genannt werden, meist an festen Plätzen in der Tropenhalle Rio Negro – nahezu unsichtbar für den Besucher.

Hier möchte der Zoo nun Abhilfe schaffen. „Wir würden uns freuen, wenn wir einen Sponsor zur Installation von Kamera- und Bildtechnik finden würden, damit wir den Besuchern einen Blick in die Welt der Tamanduas ermöglichen können“, so Christian Schreiner, Referent für Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit im Zoo. Sollte sich ein Unterstützer finden, so könnten die Schlafplätze der Tiere mit Kameratechnik ausgerüstet werden, das Bild würde dann live auf einen Monitor gesendet. „Es wäre ein toller Mehrwert für unsere Besucher“, so Schreiner weiter.

Tamanduas sind vom Aussterben bedroht

Mit dem langgestreckten, schmalen Kopf, dem muskulösen Wickelschwanz und den kräftigen Krallen ist der Tamandua der kleine Bruder vom Großen Ameisenbären, welche ursprünglich in den Regenwäldern Südamerikas vorkommen. Ständig auf der Suche nach Baumtermiten und Baumameisen durchforsten die Tiere den tropischen Regenwald. Die Bauten ihrer Nahrung brechen sie mit ihren kräftigen Krallen auf. Anschließend wird die Beute mit der langen Zunge aufgeschleckt.

Durch die Abholzung der Regenwälder sind Tamanduas vom Aussterben bedroht. „Wie bei vielen Tierarten beteiligen wir uns daher auch beim kleinen Ameisenbären am Europäischen Erhaltungszuchtprogamm“, erläutert Kurator Volker Grün. „Es ist eine Art Singlebörse, die europa- und weltweit organisiert ist“, schmunzelt der Biologe.

Themenführung für Besucher des Zoos Duisburg

Wie genau solche Zuchtprogramme funktionieren und Zoos weltweit miteinander für den Erhalt bedrohter Tierarten zusammenarbeiten, erfahren Besucher bei der Themenführung „Liebe und Triebe“ am Sonntag, den 19. Mai. Darüber hinaus erzählen die Zoobegleiter allerhand Wissenswertes über das Liebesleben im Tierreich.

Die Führung beginnt um 12 und 14 Uhr. Treffpunkt ist an der Hauptkasse des Zoos. Die Teilnahme ist kostenfrei, lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum Freitag, den 17. Mai bis 16 Uhr, unter limpinsel@zoo-duisburg.de erforderlich.

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