Kultur

Fest der Jüdischen Gemeinde würdigt israelische Musik

Albert Mamriev spielt selbst, hat das Festival aber auch mit organisiert.

Albert Mamriev spielt selbst, hat das Festival aber auch mit organisiert.

Foto: Foto: Fabian Strauch

Duisburg.  „Menorah“ heißt das Klavier-Fest, das erstmals von der Jüdischen Gemeinde Duisburg veranstaltet werden. Namhafte Pianisten sind zu Gast.

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„Menorah“, so wie der Leuchter, heißt das erste Klavierfestival der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen, das erstmals israelische Musik und Komponisten in den Mittelpunkt rücken möchte. „Wir hatten Albert Mamriev schon einmal bei uns zu Gast und das Konzert ist super bei unserer Gemeinde angekommen. Romantik liegt mir nicht, aber wir wollen schöne Emotionen unters Volk bringen“, erklärt Alexander Drehmann, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde. Der Pianist Mamriev wird nicht nur das erste Konzert spielen, sondern hat das komplette Festival kuratiert und namhafte Musiker nach Duisburg gelockt. Vom 2. bis zum 5. Juni werden Stücke bekannter und weniger bekannter Komponisten gespielt.

Kaum jemand kennt israelische Komponisten

Albert Mamriev hat unter anderem in Moskau und Tel Aviv studiert und sich erst dort mit israelischer Musik beschäftigt. „Ich meine nicht die Musik, die zu Zeiten des Holocaust eine Rolle spielte. Es ist verwunderlich, dass man so wenig über israelische Komponisten weiß.“ Deshalb soll es am ersten Abend, den er persönlich gestaltet, auch vor jedem Stück Erklärungen geben. „Schön wäre, wenn die Leute später selbst einmal auf Youtube weitere Stücke hören.“ Zudem gebe es einige Bezüge israelischer Komponisten zu deutschen und europäischen Kollegen, die vielen eher unbekannt sein dürften. „Es gibt immer noch Staaten und Kriege, aber Musik fördert das gegenseitige Verständnis“, ist sich Mamriev sicher. Deshalb haben sämtliche Musiker gerne zugesagt, in Duisburg zu spielen. Mamriev intoniert etwa „Largo from the Piano Concerto“ von Ami Maayani. Oder das anspruchsvolle „Scherzo de Bravoure“ von Charles Valentin Alkan. Svetlana Egania und Yolande Kuznetsov spielen unter anderem Gershwin, Tschaikowsky und Khatchatourian.


Hochkarätig besetzt

Den zweiten Abend, am 3. Juni, bestreitet Pavel Kachnov, das Konzert am 4. Juni, Yuri Bogdanov. Kachnov wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf und erhielt schon im Alter von drei Jahren den ersten Klavierunterricht. Bogdanov gehört zu den begabtesten Pianisten, die derzeit unterwegs sind. Am 5. Juni dreht sich alles um Gershwin. Giuliano Adorno ist zu Gast, außerdem das Duo Alexander Hülshoff und Andreas Fröhlich. Fröhlich war Preisträger mehrerer internationaler Klavier-Wettbewerbe. Hülshoff wuchs in der Pfalz auf Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Auch wenn ein Sponsor kurzfristig abgesprungen ist - der Eintritt zu den Konzerten bleibt frei. „Spenden werden allerdings gerne gesehen“, betont Geschäftsführer Drehmann. Platz ist für 200 Besucher. Wer teilnehmen möchte, muss seinen Personalausweis mitbringen und sich am Empfang ausweisen.

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