Kindertheater

Eröffnung der „Spielarten“: Welche Rolle „Astro-Alex“ spielt

Inszenierung mit viel Licht und Rauch: Das Ensemble des Theaters „Marabu“ eröffnete das Jugendtheaterfestival „Spielarten“.

Inszenierung mit viel Licht und Rauch: Das Ensemble des Theaters „Marabu“ eröffnete das Jugendtheaterfestival „Spielarten“.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Jugendtheaterfestival „Spielarten“ wurde in Duisburg mit „Mission Laika“ eröffnet. Während des Stücks gab es einen prominenten Gast.

Schon seit 20 Jahren ist das Spielarten-Festival in Duisburg und in NRW eine feste Größe, in diesem Jahr feiert das Theaterfestival für Kinder und Jugendliche seinen runden Geburtstag. Am Mittwoch wurde der Duisburger Teil der zwanzigsten Ausgabe im Komma-Theater offiziell eröffnet, vor rund 80 Kindern mit dem Stück „Mission Laika“. Drei Astronauten begaben sich auf die Suche nach der Hündin Laika, die 1957 als erstes Lebewesen in den Weltraum flog. Das Trio erinnerte aber auch an alle anderen Tiere, die den Menschen den Flug in den Orbit ermöglichten – und hatten äußerst prominente Unterstützung dabei.

Schauspieler entführen Duisburger Kinder in unendliche Weiten

Bevor die wilde Reise Fahrt aufnimmt, spricht aber Karoline Hoell, Leiterin der Duisburger Kulturbetriebe, einige Worte. Von der Erfolgsgeschichte Spielarten erzählt sie, und gratuliert den unermüdlichen Machern des Festivals. Ihre Rede beendet sie dann mit einem lautstarken Countdown mit dem jungen Publikum – die Weltraumreise beginnt.

Tina Jücker, Bene Neustein und Claus Overkamp verkörpern die drei Astronauten, die sich auf die Suche nach der Hündin Laika machen, und ihr zum Dank einen goldenen Knochen zu überreichen. Dass auch Katzen, Affen und sogar Schildkröten in die unbekannten Weiten geflogen sind, entlockt den Schul- und Kindergartenkindern im Publikum ein überraschtes Stöhnen.

Die Duisburger Raumkapsel bekommt prominenten Besuch

In einer „Raumkapsel“, einem umfunktionierten Gartenpavillon, machen sich die drei mit viel Technik, bombastischen Soundeffekten und cleverem Lichtspiel auf die beschwerliche Reise. Die Kinder im Publikum sind gleich Feuer und Flamme, die Faszination des Weltraums ist eben alterslos.

Eine besondere Rolle kommt bei „Mission Laika“ der Musik zu, fast ununterbrochen tönen sphärische Synthieklänge, für die die Schauspieler teilweise selbst sorgen; sogar eine Äthergeige haben die Künstler des Bonner „Theater Marabu“ mitgebracht. Auf einer Leinwand bekommt das junge Publikum immer wieder Landeanflüge oder sogar die Mondlandung zu sehen – und einmal sogar den deutschen Astronauten Alexander Gerst in der Raumstation ISS. „Astro-Alex“ gibt der Crew den Tipp, doch auf dem Mond nach der Hündin zu suchen.

Hundekacke auf dem Mond

Dort wird das Astronautenteam tatsächlich fündig, wenn auch nur in Form der Hinterlassenschaften von Laika. Auf dem Weg durch die Milchstraße begegnen die Raumfahrer dann sogar noch einem Schwarzen Loch, dass zwar das Raumschiff verschont, dafür aber eigenhändig demonstriert, wie Schwarze Löcher Licht, Planeten und alles andere verschlingen,

Nach einigen technischen Schwierigkeiten und einem gruseligen Weltraumspaziergang müssen sich die Abenteurer schließlich eingestehen: „Ich glaube nicht, dass wir Laika noch finden.“ Deswegen lassen die drei den goldenen Knochen einfach im Weltraum schweben, zusammen mit einem stellvertretenden Dank an Laika und alle weltraumreisende Tiere. Belohnt werden sie dann mit einem neuen Hunde-Sternbild – und tosendem Applaus der begeisterten Kinder für das genauso hervorragende wie einfallsreiche Eröffnungsstück der Spielarten 2019.

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