Einzelhandel regional

Duisburgs Wochenmärkte werben um neue Kunden

Mit Werbeplakaten wie diesen wirbt Duisburg für seine Wochenmärkte

Mit Werbeplakaten wie diesen wirbt Duisburg für seine Wochenmärkte

Foto: Duisburg-Kontor

Duisburg.  Mit einer Kampagne wirbt Duisburg für die Wochenmärkte. Das Freiluft-Shopping verliert an Kundschaft. „Starke Typen“ sollen das jetzt ändern.

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„Magst du Mädels, bei denen du Gänsehaut kriegst?“ fragt die Dame vom Geflügelstand. „Suchst du einen, der für dich rumgurkt“, erkundigt sich der Mann vom Gemüsestand: Die beiden jungen Leute sind Teil einer neuen Kampagne, mit der Duisburg-Kontor für die 59 Wochenmärkte Werbung macht. Im Visier haben die Marktveranstalter vor allem eine jüngere Kundschaft.

Man wolle den „Erfolg der Wochenmärkte in Duisburg sichern“, heißt es in der Vorstellung der Kampagne. Der Hintergrund: Der Besuch der Märkte sei in den letzten Jahren „bundesweit leicht rückläufig“, erläutert Patrick Kötteritzsch vom Duisburg-Kontor. Entsprechend werde es auch schwieriger, für ausscheidende Marktbeschicker Ersatz zu finden. Folge: „Es werden auch weniger Händler.“

Betreiber sucht Kunden und Händler

Daher sei die neue Werbekampagne festgemacht an den Menschen, die einen Markt ausmachen, „starke Typen“, die für die Kommunikation stehen, die neben der Frische und Regionalität der Waren den Marktbesuch ausmache. Uwe Kluge, Geschäftsführer von Duisburg-Kontor: „Auf dem Wochenmarkt trifft man echte Typen, die eine tiefe Beziehung zu ihren Produkten, aber auch zu ihren Kunden haben.“

Echte Markthändler, die mit ihren Ständen die Märkte von Aldenrade bis Wanheim beschicken, sind für die Kampagne auf Plakatwänden und in sozialen Medien allerdings nicht in Szene gesetzt worden, sondern für diesen Zweck gecastete Models. Die aber in den Werbespots „ihre ganz persönliche Beziehung zum Wochenmarkt“ erklärten.

Kernzielgruppe sind jüngere Kunden

Kernzielgruppe der Kampagne, die am 26. März beginnt, sind laut Duisburg-Kontor „junge Menschen zwischen 18 und 35, die Wert auf gesunde und nachhaltige Ernährung legen – und dabei ein echtes Einkaufserlebnis haben wollen, keinen seelenlosen Konsumtempel“. Denn die Marktkundschaft wird nicht nur weniger, sie wird auch älter. Wer aber wert lege auf frische Ware, sagt Kötteritzsch, oder Produkte wie etwa Smoothies schätze, der sei auf dem Wochenmarkt eigentlich genau richtig. Als Kick-Off der neuen Marketingkampagne für die Wochenmärkte wird Veranstalter Duisburg-Kontor auf einigen Märkten innerhalb der ersten Kampagnenwoche Markttaschen verteilen.

Mit seinen 59 Marktterminen auf 30 Marktplätzen ist Duisburg mehr als andere Städte von den Shoppingmeilen unter freiem Himmel geprägt. Von Montag bis Samstag besteht jeden Tag Gelegenheit, irgendwo in der Stadt auf einem Markt einzukaufen. Reguläre Öffnungszeit ist von 8 bis 13 Uhr, Mittelmeiderich bis 14 und in Bruckhausen bis 16 Uhr. In Duissern und Rheinhausen-Mitte ist nachmittags Markt, auf dem Bauernmarkt in der Innenstadt gibt’s Frisches aus der Region von 10 bis 18 Uhr.

>> Größter Wochenmarkt in Hamborn

Manche Wochenmärkte sind nur einmal in der Woche für die Kunden da, die meisten zweimal und etliche sogar dreimal. Angebot und Umsatz sind zum Wochenende hin am größten. Duisburgs größter Wochenmarkt ist auf dem Hamborner Altmarkt, wo bis zu 120 Händler ihre Waren anbieten. Auch der Hochfelder Markt zählt zu den ganz großen im Stadtgebiet.

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