OB-Wahl

Duisburgs neuer OB Sören Link muss nun den Neuanfang organisieren

Benno Lensdorf (CDU, rechts) gratulierte Duisburgs neuem OB Sören Link (SPS) nach der Stichwahl. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

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Benno Lensdorf (CDU, rechts) gratulierte Duisburgs neuem OB Sören Link (SPS) nach der Stichwahl. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.  Der SPD-Mann Sören Link hat die Wahl zum neuen Oberbürgermeister in Duisburg gewonnen. Für die SPD ist das ein Kanter-Sieg, für die unterlegene CDU mit ihrem Kandidaten Benno Lensdorf ein Desaster. Ein Kommentar.

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Ein König ohne Volk? Nur bei 25 Prozent lag die Wahlbeteiligung. Weniger als ein Fünftel der Duisburger hat also mit seiner Stimme gewollt, dass künftig Sören Link sein Stadtoberhaupt ist.

Doch der Vergleich hinkt. Ein König wird nicht gewählt; entweder ist er Alleinherrscher oder machtloser Repräsentant. Der 36-Jährige ist weder das eine noch das andere. Die desaströse Wahlbeteiligung ihm – und Lensdorf – anzulasten, ist ebenso falsch wie herablassende Kritik am offenbar müden oder enttäuschten Wahlvolk.

Fraglos, für die SPD ist das Ergebnis ein Kantersieg, für die CDU – nicht für Lensdorf persönlich – ein Desaster. Rücktrittsforderungen werden laut.

Sören Link hat einen Neuanfang versprochen. Daran wird er sich messen lassen müssen. Die Sachprobleme sind gewaltig, die politische Kultur umso mickriger. Er wird schnell seine Verwaltung und vor allem ihre Spitze auf neue Tatkraft einschwören müssen, notfalls rigoros. Neue Dynamik tut auch bitter Not im Verhältnis zum Rat der Stadt. Dort gibt es eine rot-rot-grüne Mehrheit. Das sollte manches leichter werden lassen, Blockaden lösen.

Doch droht wieder ein rotes Rathaus? Link ist OB aller Duisburger. Das soll mehr sein als eine gängige Floskel. Und dazu muss der 36-Jährige klares Profil zeigen.

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