Lebensmittel-Kontrolle

Duisburg: Hygienemängel auf Weihnachtsmarkt festgestellt

Bei Stichproben auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt (Symbolbild) haben Lebensmittel-Kontrolleure der Stadt Duisburg an mehreren Verkaufsständen Hygienemängel festgestellt.

Bei Stichproben auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt (Symbolbild) haben Lebensmittel-Kontrolleure der Stadt Duisburg an mehreren Verkaufsständen Hygienemängel festgestellt.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Bei Stichproben auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt haben Kontrolleure an mehreren Ständen Hygienemängel aufgedeckt. Stadt warnt vor Bambusware.

Bei Stichproben auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt haben Lebensmittelkontrolleure bei fünf Anbietern auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt Hygienemängel festgestellt. Das teilte die Stadt Duisburg mit. Dabei nannte sie auch, welche Verstöße bei der Überprüfung entdeckt wurden.

Insgesamt 30 Stichproben haben die Kontrolleure an den Verkaufsständen in der Duisburger Innenstadt genommen. Dabei überprüften die Stadtmitarbeiter unter anderem die korrekte Kennzeichnung der Inhaltsstoffe und weitere lebensmittelrechtliche Vorgaben. Einzelne Produkte ließen die Lebensmittelkontrolleure auch in einem Labor untersuchen.

An fünf Ständen: Verschmutzte Arbeitsgeräte, fehlende Waschmöglichkeit

Das Ergebnis der Untersuchungen: Fünf Stände fielen wegen Hygienemängeln auf. So stellten die Kontrolleure etwa verschmutzte Arbeitsgeräte oder Arbeitsplatten fest. In einem Fall fehlte eine Handwaschmöglichkeit. „Die Defizite mussten sofort behoben werden“, erklärte Stadtsprecherin Gabi Priem.

Anbieter von sieben Ständen konnten den Kontrolleuren nicht die erforderlichen Nachweise der Infektionsschutzschulung vorlegen und mussten diese nachreichen. An zehn Buden beanstandeten die Prüfer irreführende Kennzeichnungen. Bei rund einem Drittel der überprüften Marktbeschicker - an neun Buden - hatten die Kontrolleure nichts auszusetzen.

Warnung vor Gesundheitsrisiken durch „Bambusgeschirr“

In dem Zusammenhang mit den Kontrollen weist die Stadt auf mögliche Gesundheitsrisiken durch sogenanntes „Bambusgeschirr“ hin. Dieses leichte und bruchfeste Geschirr bestehe überwiegend aus dem Kunststoff Melamin-Formaldehyd-Harz und enthalte neuerdings gelegentlich Bambusfasern als Füllstoff.

Bei dieser „Bambusware“ warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor der Benutzung mit heißen Getränken oder Speisen: Bei höheren Temperaturen können gesundheitlich bedenkliche Mengen an Melamin und Formaldehyd aus dem Geschirr auf den Menschen übergehen. Langzeittests hätten außerdem gezeigt, dass der Kunststoff im Kontakt mit heißen Flüssigkeiten angegriffen wird. Häufig löst sich aus „Bambusware“ sogar mehr gesundheitsschädliches Formaldehyd und Melamin als aus herkömmlichen Melaminharz-Bechern aus. Für kalte oder lauwarme Lebensmittel sei Geschirr aus MFH hingegen gut geeignet.

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