Ausstellung

Duisburger „Farbklecks“ feiert traditionsreiches Handwerk

Im „Farbklecks“ an der Friedrich-Wilhelm-Straße in der Duisburger Innenstadt  stellt Moritz Besel Bilderrahmen und Seidenstoffe aus.

Im „Farbklecks“ an der Friedrich-Wilhelm-Straße in der Duisburger Innenstadt stellt Moritz Besel Bilderrahmen und Seidenstoffe aus.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Moritz Besel zeigt „Feinste Stoffe aus Paris – Traditionsreiches Vergolderhandwerk“ in Duisburg. Sie verströmt mehr als einen Hauch von Luxus.

Wer sich gerade ein Schlösschen gekauft hat und die zur Entstehungszeit passenden Stoffe für Sofas und Sessel sucht, ist bei Moritz Besel im „Farbklecks“ an der richtigen Adresse. Er hat die edlen Stoffe aus Paris, die in einer Manufaktur in Lyon gewebt werden. Deren größer Schatz ist das Musterarchiv, das bis ins Jahr 1680 zurück reicht. Und alle Muster, die in diesen über 300 Jahren mal en vogue waren, können original nachgewebt werden.

Edle Stoffe werden in glänzenden Rahmen präsentiert

„Allein das Einrichten der Maschine mit bis zu 20.000 Seidenfäden kann drei Wochen dauern“, sagt Besel. „Eigentlich zu schade, um sich draufzusetzen.“ Und mal abgesehen davon, dass nur wenige einen Stoff brauchen, der perfekt zum Stil des Familienschlosses passt (und den auch bezahlen können), hatte er die Idee, die Stoffe in Goldrahmen zu präsentieren. Auch die sind handgeschnitzt, wie überhaupt das

-Angebot auf Handwerkskunst setzt.

Ausstellung ist ein Fest für die Auge

Das zeigt auch die jüngste Ausstellung „Feinste Stoffe aus Paris – Traditionsreiches Vergolderhandwerk“ in der „Wunderkammer“ hinter dem Verkaufsraum an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Die Kombination aus dem hauchdünn aufgetragenen glänzendem Gold oder Mondgold, das durch eine Platin-Legierung etwas fahler wirkt, und den glänzenden Stoffen ist ein Fest für die Augen: Die detailreichen, farbigen Blumen- und Tiermuster entführen in einen üppigen Garten Eden, und die ornamentalen Motive verströmen die Aura von Luxus. Und sie erinnern an traditionsreiche Handwerkskünste wie das des Vergolders, die heute im Aussterben begriffen sind.

Vergolderkunst ist in Museen und Luxushotels gefragt

Die Künste von Ulrich Röttger, der Rahmen herstellt und als Vergolder arbeitet, sind in Museen und Luxushotels gefragt. Moritz Besel zeigt seine vergoldeten Spiegel-Rahmen, wobei die Spiegelrückfronten zum Teil mit Blattsilber belegt sind, was ihnen einen sehr sanften, etwas nostalgischen Schimmer verleiht. Spiegel, die das, was sie einrahmen und zeigen, adeln – auch das Gesicht, das hinein schaut.

Kontakt: „Farbklecks“, Friedrich-Wilhelm-Straße 75, www.farbklecks.de

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