Prozess in Duisburg

Duisburger (32) soll Ex-Ehefrau im U-Bahnhof beraubt haben

Der Gebäudekomplex des Land- und Amtsgerichts Duisburg an der Königstraße aus luftiger Höhe betrachtet.

Der Gebäudekomplex des Land- und Amtsgerichts Duisburg an der Königstraße aus luftiger Höhe betrachtet.

Foto: Foto: Stephan Eickershoff

Im April 2017 soll ein Duisburger (32) seine Ex im U-Bahnhof geschlagen und ihr 400 Euro geraubt haben. Der Angeklagte sieht sich als Opfer.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bereits mehrfach hatte das Amtsgericht am König-Heinrich-Platz versucht, die Tat, die einem 32-jährigen Meidericher vorgeworfen wird, strafrechtlich zu einem Abschluss zu bringen. Mittlerweile vor mehr als zwei Jahren soll er seine getrennt lebende Ehefrau und deren Begleiter am Abgang zum U-Bahnhof König-Heinrich-Platz attackiert und der jetzigen Ex-Frau 400 Euro geraubt haben. Doch der Angeklagte sieht sich als das eigentliche Opfer des turbulenten Geschehens.

Die Tat soll sich am 13. April 2017 praktisch direkt vor dem Gerichtsgebäude abgespielt haben. Der 32-Jährige soll seine Ex geschlagen haben. Als sich ihr Begleiter ins Geschehen einmischte, soll er auch ihn angegriffen und zu Boden gebracht haben. Die Anklageschrift schildert Schläge in das Gesicht des auf dem Boden liegenden Mannes. Zuletzt soll der Angeklagte seiner damals Noch-Ehefrau die Handtasche entrissen haben, in der sich unter anderem 400 Euro Bargeld und die Ausweispapiere des gemeinsamen Sohnes befanden. Dann versuchte er zu flüchten.

Angeklagter: „Ich wurde mit gebrochener Nase wieder wach.“

„Ich habe sie nicht geschlagen oder ihr etwas weggenommen“, beteuert der Meidericher. Er gibt zu, dass es bei der zufälligen Begegnung in der Innenstadt zu einem heftigen Streit gekommen sei. In den habe sich der Begleiter seiner Frau eingemischt. Aber: „Er hat zuerst geschubst“, behauptet der Angeklagte.

Überhaupt sieht sich der 32-Jährige als Opfer. Seiner Schilderung nach hätten sich mindestens drei weitere Leute auf ihn gestürzt. „Ich bin doch im Krankenhaus mit gebrochener Nase wach geworden.“ Seine Ex habe mit der Handtasche auf ihn eingeschlagen. „Im Gerangel muss die irgendwie an mir hängen geblieben sein.“

Da einmal mehr die Hälfte der geladenen Zeugen, darunter auch die Geschädigte und Hauptbelastungszeugin, dem Verfahren unentschuldigt fern blieb, wurde der Prozess ausgesetzt. Demnächst wird es einen weiteren Verhandlungsversuch geben. Das wird dann der fünfte sein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben