Gericht

Duisburger (26) stand für Raub an Zechkumpan vor Gericht

Die denkmalgeschützte Fassade des Land- und Amtsgerichts Duisburg an der Königstraße. Dieser älteste Teil des Gebäudes stammt aus dem Jahr 1876.

Die denkmalgeschützte Fassade des Land- und Amtsgerichts Duisburg an der Königstraße. Dieser älteste Teil des Gebäudes stammt aus dem Jahr 1876.

Foto: Foto: Stephan EICKERSHOFF

Duisburg.  Nach heftigem Alkoholgenuss raubte Duisburger (26) einem Zechkumpan 20 Euro und die EC-Karte. Amtsgericht gab ihm Bewährungschance

Drei Männer hatten am 22. Dezember an einem Kiosk in Hochfeld kräftig dem Alkohol zugesprochen. Schon um elf Uhr morgens konnten sie sich nur noch fortbewegen, indem sie sich gegenseitig stützten. Doch weil einer von ihnen unbedingt noch Geld für Drogen haben wollte, wurde es ungemütlich. Der Störenfried fand sich wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht wieder.

Laut Anklage hatte der 26-Jährige mit gut zwei Promille Alkohol im Blut auf der Heerstraße von einem noch betrunkeneren Begleiter 20 Euro für Kokain gefordert. Als der sich weigerte, habe er den 38-Jährigen attackiert, ihn getreten und ihm ein Handy, 20 Euro und eine EC-Karte abgenommen, so der Vorwurf.

Angeklagter legte weit gehendes Geständnis ab

Durch seinen Verteidiger ließ der Angeklagte ein weit gehendes Geständnis vortragen: „Mein Mandant kann nicht ausschließen, dass er geschlagen und getreten hat“, so der Anwalt. Und der 26-Jährige habe auch die Habe des Geschädigten, die bei der Auseinandersetzung herunterfiel, aufgehoben. Das Handy hatte der Angeklagte allerdings nicht rauben können. Es gehörte ihm. Allerdings war er zu betrunken gewesen, um das der Polizei nach seiner Festnahme auch begreiflich machen zu können.

Auch der Geschädigte hatte keine deutliche Erinnerung mehr. Allerdings wusste er noch, dass ihm nach der Rauferei 20 Euro fehlten. Erkennbar verletzt worden war der 38-Jährige durch die Attacke des Zechkumpanen allerdings nicht. Einige Platzwunden hatte er sich schon kurz zuvor zugezogen, als er beim Verlassen eines Rotlicht-Etablissements von einem Mann auf den Kopf geschlagen worden war.

Das Schöffengericht hatte keinen Zweifel, dass der 26-Jährige die Anklagevorwürfe verwirklicht hatte. Angesichts eines weitgehenden Geständnisses und mit Blick darauf, dass eine einschlägige Vorstrafe schon viele Jahre zurück lag, setzte es 21 Monate Haft auf drei Jahre zur Bewährung aus.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben