Stadtmarketing

Duisburg will eine Imagekampagne mit neuen Slogan

Der Lifesaver-Brunnen der Künstlerin Niki de Saint Phalle auf der Königstraße in Duisburg ist ein Wahrzeichen der Stadt.

Der Lifesaver-Brunnen der Künstlerin Niki de Saint Phalle auf der Königstraße in Duisburg ist ein Wahrzeichen der Stadt.

Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Was ist Duisburg? Mit Hilfe von Agenturen, aber auch mit Bürgerbeteiligung sucht die Stadt nach einem griffigen Profil für die „Marke Duisburg“.

Mercatorstadt, Stadt von Feuer und Wasser, Stahlstadt Duisburg? Was ist Duisburg? Das soll Duisburg-Kontor, die städtische Tourismus- und Marketingtochter, jetzt herausfinden. Ziel: Eine griffige, passende und authentische „Wort-Bild-Marke“, unter der dann ganz Duisburg segelt. Die Markensuche ist damit Abschluss des 2016 begonnenen Leitbildprozesses. In Ideen-Workshops, bei Bürgerforen in den sieben Stadtbezirken und mit Online-Befragungen hatte die Stadt in den vergangenen zwei Jahren unter dem Motto „Ideen für Duisburg“ zusammengetragen, was Duisburg für seine Bürger ausmacht, was gesellschaftliche Gruppen für wichtig halten.

Marke soll griffig und authentisch sein

Zum Auftakt des Leitbildprozesses hatte OB Sören Link auf die Frage, warum Duisburg ein Leitbild brauche, geantwortet: „Weil wir keines haben.“ Idealerweise soll nun eine „Wort-Bild-Marke“ entstehen, die „alle Duisburger mit ihrer Stadt verbindet“. Ein schwieriger Prozess, das weiß auch Uwe Kluge, Geschäftsführer von Duisburg-Kontor. Es soll ein Motto, ein Image-Profil, eine Stadtmarketing-Strategie gefunden werden, die nach innen und außen wirkt, die Duisburger ebenso anspricht wie Investoren, Touristen und Medien.

„Es ist extrem schwierig, eine griffige Aussage zu entwickeln, die kurz und prägnant ist und die Kernbotschaft über Duisburg vermittelt. Sie muss zu Duisburg passen“, so Kluge. Die Wort-Bild-Marke müsse zudem authentisch sein. „Wir wollen vermarkten, was wir sind, und nicht den Fehler machen, etwas anderes sein zu wollen“, ergänzt Kluge und betont, dass die gesuchte Botschaft in Schrift und Bild nicht für eine kurzfristige Imagekampagne herhalten soll, sondern dauerhaft Stadtmarketingstrategie Duisburgs sein soll, die alle Duisburger Akteure verwenden sollen.

Schritt für Schritt

In einem ersten Schritt spricht Duisburg-Kontor mehrere Agenturen aus Duisburg und Umgebung an, um in einer ersten Runde Vorschläge zu sammeln. Acht Agenturen haben schon ihre Ideen präsentiert. In einem weiteren Schritt wird ein temporärer Experten-Beirat ohne Gremienfunktion und Entscheidungshoheit einberufen. „Dadurch soll gerade zu Beginn der Stadtmarketingstrategie die Gelegenheit genutzt werden, den Prozess und den „Fahrplan“ mit wichtigen Multiplikatoren rückzukoppeln“, heißt es in der Mitteilungsvorlage für den Rat.

Im nächsten Schritt wird ein Bürgerdialog initiiert, in dem die Stadtmarketingstrategie erläutert wird und dann die Favoriten der Vorschläge der Agenturen vorgestellt werden. Teilnehmen sollen unter anderem die Bürger, insbesondere die, die schon am Leitbildprozess und bei den Workshops beteiligt waren. Daneben sollen die Wirtschaft, die Politik, sowie die Medien vertreten sein. „Es ist beabsichtigt ein breites Spektrum der Stadtgesellschaft einzuladen und einzubinden“, so Duisburg-Kontor. Zum Schluss soll eine Jury nach dem Bürgerdialog aus den Vorschlägen der Agenturen den Siegerentwurf küren.

Der Zeitplan

Bis zur Sommerpause soll der Beteiligungsprozess abgeschlossen sein. Der offizielle Start des Stadtmarketings mit ersten Maßnahmen soll im vierten Quartal erfolgen, wenn die Finanzierung organisiert ist. Und die ist noch nicht geklärt. Die jetzige Phase der Ideen-Entwicklung kann Duisburg-Kontor noch mit den zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Mitteln „beherrschen“, wie es in dem Bericht an den Rat heißt. Doch weiterer Bedarf an Personal und Finanzen werden erforderlich, wenn es an die konkrete Umsetzung geht, wenn Duisburg mit seiner neuer Marke nach draußen geht. Dabei hofft Duisburg-Kontor auch auf „konkrete Zusagen durch nichtstädtische Akteure“.

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