Bombenalarm

Duisburg: Mutmaßlicher Bombenattrappenleger wird angeklagt

Sprengstoffexperten nahmen sich der Tasche an, die im Duisburger Forum abgelegt wurde,

Sprengstoffexperten nahmen sich der Tasche an, die im Duisburger Forum abgelegt wurde,

Foto: Christoph Reichwein / dpa

Duisburg.  Fast einen Monat, nachdem er eine Bombenattrappe im Duisburger Forum abgelegt haben soll, liegt nun die Anklage gegen den Tatverdächtigen vor.

Der 55-jährige Mann aus Voerde, der im Verdacht steht, am Abend des 5. August eine Bombenattrappe im Duisburger Forum abgelegt zu haben, muss sich gegebenenfalls vor Gericht verantworten. Wie Robert Timm, Pressesprecher des Amtsgerichts Duisburg, auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt, ist eine entsprechende Klageschrift gegen den Verdächtigen bei Gericht eingegangen.

Demnach wirft die Staatsanwaltschaft dem mutmaßlichen Bombenattrappenleger vor, den öffentlichen Frieden durch die Androhung einer Straftat gestört zu haben. Der zweite Anklagepunkt bezieht sich auf die Vortäuschung einer Straftat. Ein Richter wird nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen und ein Hauptverfahren eröffnet wird.

Tatverdächtiger gestand bei Vernehmung, Bombenattrappe abgelegt zu haben

Der Mann, der wenige Tage nach der Tat zufällig von einem Polizisten entdeckt und in der Folge festgenommen wurde, hatte gegenüber den Beamten bereits eingeräumt, dass er derjenige sei, der die Tasche mit der Bombenattrappe unter einer Bank in dem Einkaufscenter platziert und so absichtlich den Großeinsatz ausgelöst habe. Der Voerder sitzt seither in der Justizvollzugsanstalt in Hamborn in Untersuchungshaft.

Weiter Unklarheit über in Amsterdam festgenommenen Mann

In Auslieferungshaft sitzt auch weiterhin der 31-Jährige, der zunächst im Verdacht stand, die Tasche im Forum hinterlassen zu haben. Er hatte sich in den Stunden nach der Räumung des Forums zunächst eine wilde Verfolgungsjagd mit der deutschen Polizei über die Autobahn geliefert, den Beamten mit einer Waffe gedroht und konnte später von der niederländischen Polizei in der Nähe von Amsterdam gestellt werden.

Staatsanwältin Jennifer König erklärte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es hinsichtlich des Fluchtmotivs des 31-Jährigen noch keine neue Erkenntnisse gibt.

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