Gastronomie

Duisburg: Das beliebte Café Dorffräulein steht vor dem Aus

Andrea Wojahn hat sich mit dem Café Dorffräulein in Duisburg-Serm vor zwei Jahren einen Lebenstraum erfüllt.

Andrea Wojahn hat sich mit dem Café Dorffräulein in Duisburg-Serm vor zwei Jahren einen Lebenstraum erfüllt.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Duisburg-Serm.  Andrea Wojahn muss ihr Café Dorffräulein aus persönlichen Gründen schließen. Warum es trotzdem noch Hoffnung für das beliebte Stadtteilcafé gibt.

Zwei Jahre lang hat sich Andrea Wojahn ihren Lebenstraum erfüllt und in ihrem eigenen Café den Sermern Kaffee und Kuchen aufgetischt, jetzt muss sie das Dorffräulein aus persönlichen Gründen schließen. Für das Café gibt es aber einen kleinen Hoffnungsschimmer.

Andrea Wojahn ist ein Eine-Frau-Betrieb. Sie kauft selber ein, backt selber, bedient selber. „Das sind schon 14-Stunden-Tage“, sagt sie. Zeit, die sie in Zukunft nicht mehr im Café Dorffräulein verbringen kann. „Ich übernehme pflegerische Aufgaben in meiner Familie“, erklärt sie. Aus diesem Grund muss sie das putzige Lädchen schließen.

Betreiberin will das Duisburger Café im Juni schließen

Ihr Vertrag läuft noch bis Ende des Jahres. Gerne möchte sie aber schon zum 30. Juni aussteigen. Das allerdings geht nur, wenn sich ein Nachfolger für die Miete des kleinen Geschäfts findet. Und tatsächlich: „Die Nachfrage ist sehr rege“, sagt Wojahn. Auch zwei Nachfragen von Interessenten, die das Café gerne weiter betreiben möchten, hat sie schon bekommen. Die Betreiberin des Dorffräuleins würde es freuen: „Es wäre schön, wenn es jemand übernehmen könnte.“

Am besten zu zweit, rät sie. Ihre Öffnungszeiten musste sie anpassen, so dass das Dorffräulein nur noch vormittags auftischt. Dabei gäbe es auch nachmittags und am Sonntag Bedarf, ist sie sicher: „Das wird hier angenommen“, Kunden kämen nicht nur aus Serm, sondern auch aus den umliegenden Stadtteilen sowie aus Wittlaer und Kaiserswerth.

Vermieterin des Café Dorffräulein in Duisburg: Die Nachfolge ist noch offen

Die Vermieterin steht Caféplänen als Nachfolge offen gegenüber. Die Nachnutzung „sollte in den Charme des kleinen Städtchens reinpassen“, sagt Kiss Wall-Andersen. Sollte es beim Café bleiben, wünscht sie sich Betreiber mit Erfahrung in der Gastronomie. Ansonsten kann sie sich auch eine Vermietung als Praxisräume vorstellen, wie sie schon im übrigen Haus sind.

Für die zwei Jahre Dorffräulein ist Andrea Wojahn dankbar. „Es war eine tolle Zeit“, sagt sie. „Ich hatte tolle Gäste.“ Und wenn sich ein Nachfolger findet: Dann wird bestimmt auch Andrea Wojahn mal in Dorffräulein einkehren.

Wer sich für die Nachfolge des Dorffräuleins interessiert, kann sich wenden an Andrea Wojahn, , oder Kiss Wall-Andersen, .

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