Sekundarschulen

Der Einstieg in den Ausstieg?

WAZ-Redakteur Martin Ahlers kommentiert die Zukunft der Gesamtschulen in Duisburg.

WAZ-Redakteur Martin Ahlers kommentiert die Zukunft der Gesamtschulen in Duisburg.

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Duisburg.  Wie geht des weiter mit den Sekundarschulen in Duisburg? Das ist die Frage nach dem Beschluss für die Umwandlung zur Gesamtschule in Rheinhausen.

Die Umwandlung der Sekundarschule Rheinhausen in eine Gesamtschule ist eine Konsequenz der Entwicklung. Die mit der Gründung der neuen Schulform verknüpften Versprechen wurden nie eingehalten: Statt kleinen Ganztagsschulen mit kleineren Klassen und mehr Lehrern, die bessere Förderung der Schüler ermöglichen, wurden große Systeme geschaffen, die sich nur noch durch die fehlende Oberstufe von einer Gesamtschule unterschieden.

Bei den Eltern ist hat sich das System – aus der Krise der Hauptschulen geboren – bisher nicht durchgesetzt. Sie wünschen ein integriertes System, das ihren Kindern ohne Schulwechsel den Weg zum Abitur ermöglicht. Die Folge: Die Sekundarschule speist sich zu einem guten Teil aus Schülern, die keinen Platz in einer Gesamtschule bekommen haben.

Neue Gesamtschulen schaffen weitere Konkurrenz

Die Frage ist nun, ob die Umwandlung in Rheinhausen auch Signalwirkung hat für die beiden anderen Sekundarschulen. Die Hamborner Sekundarschule beschäftigt sich mit dieser Möglichkeit – schon die Namensänderung in Justus-von-Liebig-Schule im vergangenen Jahr ist als Zeichen zu sehen. Mit der Sanierung der Anne-Frank-Schule in Röttersbach – dort entsteht eine sechszügige Gesamtschule, entsteht weitere Konkurrenz. https://www.waz.de/staedte/duisburg/sekundarschule-wird-nach-fuenf-jahren-zur-gesamtschule-id227118815.html

Bleibt die Sekundarschule am Biegerpark in Huckingen, wo Schulleiter Pavle Madzirov die Fahne dieser Schulform hochhält. Allein mit den Erstanmeldungen sei seine Schule vierzügig, lautet sein Argument. Allerdings plant die Schulverwaltung, die Hauptschul-Ruine an der Hitzestraße in Wanheimerort zur zweiten neuen Gesamtschule umzubauen. Sie läge in unmittelbarer Nachbarschaft. Schwer vorstellbar auch, dass langfristig nur eine einzige Sekundarschule weiter besteht. Im November will die Stadt ihren Vorschlag präsentieren. Man darf gespannt sein, ob es bei der bisherigen Planung bleibt.

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