Nacht der Industriekultur

Das „Abenteuer Stahl“ bei der Extraschicht erleben

Der Park, der niemals schläft: Beim Extraschicht-Feuerwerk nicht, aber auch in den anderen Nächten bleibt die Beleuchtung an.

Foto: Stephan Eickershoff

Der Park, der niemals schläft: Beim Extraschicht-Feuerwerk nicht, aber auch in den anderen Nächten bleibt die Beleuchtung an. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Bruckhausen ist neben dem Landschaftspark Nord, dem Innenhafen und dem Binnenschifffahrtsmuseum dabei.

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Rund 8000 Besucher haben im letzten Jahre eine Extraschicht bei Thyssen-Krupp eingelegt. Sie wollten das „Abenteuer Stahl“ in Bruckhausen erleben, rollten mit dem historischen Zug mit Salonwagen von August Thyssen vom Landschaftspark zum Werksgelände, das bei Bustouren erkundet wurde. „Eine schöne, runde Sache“, so Thyssen-Krupp-Sprecher Mark Stagge bei der Vorstellung des Extraschicht-Programms im Binnenschifffahrtsmuseum, an dem sich am 24. Juni von 18 bis 2 Uhr auch wieder der Landschaftspark Nord, das Museum in Ruhrort und der Innenhafen beteiligen.

20 Busse im Einsatz

Zwar werden Führungen über das riesige Gelände des Stahlwerks für Gruppen auch ganzjährig angeboten, aber da beträgt die Wartezeit ein dreiviertel Jahr. Und neben den geführten, halbstündigen Touren, bei denen diesmal 20 Busse ab Tor 1 im Einsatz sind, werden Besucher in diesem Jahr auch in das 360-Grad-Kino im Besucherzentrum an der Kaiser-Wilhelm-Straße eingeladen.

Stimmen hören

Der historische Zug pendelt zwischen Thyssen-Krupp und dem Landschaftspark, der diesmal bei der Extraschicht Stimmen auf der Spur ist. Das stillgelegte Hüttenwerk wird zur Bühne für Bands, Chöre, Poetry Slam, Theater, Touren und Vorträge. Alle Hallen sind geöffnet. Mit dabei: Männersache mit A-cappella-Pop, Poetry Slams von Wortlaut Ruhr, Gospel mit den Joyful Voices und den Kopernikus Gospelsingers oder Akustikbeats der McDonaghoughs. Still wird es hingegen in der Kraftzentrale, die zur Leiselounge wird, in der die Besucher per Kopfhörer Geschichten und Klänge auf die Ohren bekommen. Wenn Broekhuis, Keller & Schönwälderum dann aber die Laserharfe schwingen, wird’s laut. Familien können die Geheimnisse des Geländes mit einem neuen Abenteuer-Pass entdecken. Dabei hilft Edgar, die Zwergfledermaus. Das nette Plüschtier erlebt in der Extraschicht-Nacht seinen Probelauf, so Claudia Kalinowski. Es weist im Parkprogramm auf Kinderangebote hin. Die Zwergfledermaus wurde nicht nur ausgewählt, weil sich die Spezies im Park wohl fühlt, sondern auch „weil der Park der einzige ist, der sich nachts nicht leert“. Schon gar nicht zum Höhenfeuerwerk um 23 Uhr.

Europa treffen

Feuerwehr-Freaks können dann noch zum Innenhafen eilen, wo um 24 Uhr „Moments of Lights“ anbrechen. „Duisburg trifft Europa“ heißt hier das Motto, so Dagmar Bungardt. Auf vier Bühnen machen internationale Ensembles Musik, der Ludwigsturm im Garten der Erinnerung wird mit Brettspielen zum „Würfelturm“, es gibt Hafenrundfahrten und Architekturführungen. Das Stadtmuseum öffnet zu Führungen und feiert ein „Fest der Vielfalt“.

Segler im Nebel

Per Schiff kann man dann zum Binnenschifffahrtsmuseum fahren, in dem „ein akustisches Feuerwerk“ geboten wird, so Museumschef Bernd Weber. Mit dabei sind der Sänger Joel Handley, das junge Duo Cass Mae und Hannah Stienen, Wolfspelz und DJ Vilano. Lichtkünstler Tim Ehm hüllt den holländischen Segler in Nebel, die alte Herrenschwimmhalle wird illuminiert, und den Hof beleuchtet ein gelber Ballon.

Tourenvorschläge für Radfahrer

Radfahrer können sich von der Seite www.extraschicht.de Tourenvorschläge herunterladen. Eine große Tour mit fast 40 Kilometern führt zu acht Spielorten in Duisburg, Mülheim und Oberhausen, darunter der Gasometer. 32 Kilometer sind es vom Bahnhof Meiderich zum Bahnhof Zollverein entlang der Bahntrasse „Grüner Pfad“ und des Rhein-Herne-Kanals zu acht Spielorten.

Karten (VVK 17 Euro) gibt es im Leserladen am Harry-Epstein-Platz (Tageskasse 20 Euro).

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