Freizeit

Bei Leckereien Duisburg mit dem Fahrrad erkunden

Was es bei der Schnitzeljagd in der Bäckerei Kabouter zum Naschen gibt, möchte Bärbel Systermann (r.) noch nicht verraten.

Was es bei der Schnitzeljagd in der Bäckerei Kabouter zum Naschen gibt, möchte Bärbel Systermann (r.) noch nicht verraten.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   Das Düsseldorfer Erfolgskonzept „kulinarische Schnitzeljagd“ kommt nach Duisburg. Bis zu 15 lokale Partner bieten kleine Köstlichkeiten an.

Mit dem Fahrrad durch die Stadt radeln und dabei Duisburgs Köstlichkeiten kennenlernen: Das Format „kulinarische Schnitzeljagd“ feiert in Duisburg Premiere. Bis zu 15 lokale Partner bieten ausgewählte Spezialitäten an. Am 29. Juni können alle Teilnehmer die ungefähr 25 Kilometer lange Strecke durch die Duisburger Innenstadt sowie die Stadtteile Neuenkamp, Neudorf, Duissern und Wanheimerort abradeln. Hinter dem Konzept steht Peter Wiedeking. Er hat 2014 die erste Schnitzeljagd in Düsseldorf organisiert und will jetzt andere Städte kulinarisch erschließen.

Tipps von ortskundigen Duisburgern

In Duisburg waren Dagmar Dahmen und Fabienne Piepiora als Scouts unterwegs, um die besten Ladenlokale ausfindig zu machen. „Jeder kennt in seinem Stadtteil drei schöne Cafés. Durch die Tour kommt man raus und lernt seine Stadt besser kennen“, sagt Dagmar Dahmen von DU-Tours, die die beliebten „Schimmi-Touren“ anbietet. Sie hat selbst bei einer Schnitzeljagd in Düsseldorf mitgemacht und wollte das Format gerne nach Duisburg holen. Auch Fabienne Piepiora gehört zum Team-Duisburg. Sie kennt durch ihre Arbeit als Redakteurin und Autorin die kulinarischen Angebote in der Stadt. Für ihr Buch „Duisburg erleben“ hat sie 300 Tipps zusammengestellt. „Wir sind sowieso Entdecker. Es ist schön den Leuten zu zeigen, was es in der eigenen Stadt noch so gibt.“

Damit meint sie zum Beispiel die Bio-Bäckerei Kabouter in Wanheimerort, die ein Partner der Schnitzeljagd ist. Hier gibt es nicht nur Leckerbissen, sondern in der Backstube wird auch live gebacken. „Man lernt so viele nette Leute kennen. Das macht einfach Spaß“, sagt Bärbel Systermann von Kabouter. Dagmar Dahmen empfiehlt für kleine Einkäufe, ein bisschen Platz im Fahrradkorb zu lassen.

Mit dabei ist auch die Baguetterie „Black Bull“ aus Wanheimerort. Marinko Cacic freue sich besonders darauf, dass mehr Duisburger sein Restaurant entdecken.

Wer kein eigenes Rad hat, kann kostenlos eines leihen

„Neben der Schlemmerei steht auch ein bisschen Bewegung auf dem Programm“, betont Dagmar Dahmen. Wer kein eigenes Fahrrad hat, kann sich an diesem Tag kostenlos eines bei „Metropolrad Ruhr“ mieten. Dafür soll man sich mindestens eine Woche im Voraus bei dem Vermieter anmelden. Die Fahrt mit dem Drahtesel sei aber nicht verpflichtend: „Die ältesten Teilnehmer waren weit über 80 und haben mit Bus und Bahn mitgemacht. Es gab aber auch schon Leute, die sich ihre Wanderschuhe angezogen haben“, erklärt Gründer Peter Wiedekind, „beim nächsten Mal sind wahrscheinlich viele mit E-Tretrollern unterwegs.“

Um die Tour für die Teilnehmer und Anbieter nachhaltig zu gestalten, bekommen alle Teilnehmer ein kleines Büchlein mit Gutscheinen für die verschiedenen Stationen. Wie häufig die Tour im nächsten Jahr stattfinden wird, bestimme die Nachfrage, so Gründer Peter Wiedeking. Wenn sie gut ankomme, seien auch Schnitzeljagden in anderen Stadtteilen möglich.

>> Karten gibt es im Vorverkauf

Karten gibt es noch bis zum 21. Juni im Vorverkauf für 20 Euro unter www.kulinarische-schnitzeljagd.de. Danach kosten sie 30 Euro.

Die Teilnehmerzahl ist auf 400 begrenzt. Bisher ist bereits rund die Hälfte der Tickets verkauft. Jeder Teilnehmer bestimmt den Startpunkt und die Reihenfolge der Tour selbst.

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