Kirchenmusik

Andreas Lüken ist neuer Kirchenmusiker in Alt-Duisburg

Andreas Lüken hat in Halle studiert. In Duisburg freut er sich  auf die Arbeit mit den Chören und Jugendgruppen. Als Elfjähriger begann er mit dem Klavierspiel.

Andreas Lüken hat in Halle studiert. In Duisburg freut er sich auf die Arbeit mit den Chören und Jugendgruppen. Als Elfjähriger begann er mit dem Klavierspiel.

Foto: Lars Heidrich

Duisburg.   Schon als Jugendlicher war er von Kirchenmusik begeistert. In Ostfriesland klingen die Orgeln allerdings ein bisschen anders.

Andreas Lüken wusste schon als 17-Jähriger, dass er gerne Organist werden möchte. Dabei hat er seine Passion für Musik früh entdeckt, als er mit elf Jahren zum ersten Mal am Klavier saß. Sein erstes Instrument war allerdings die Blockflöte in der Grundschule. Inzwischen ist sein Traum wahr geworden. Der 30-Jährige wurde vor kurzem in sein Amt als Kirchenmusiker der Gemeinde Alt-Duisburg eingeführt. Nun begleitet er hauptsächlich die Gottesdienste und Chöre in der Lutherkirche.

Per Begabtenprüfung qualifiziert

„Da musste ich erst einmal schlucken“, erinnert er sich an seine erste Reaktion, als die Zusage aus Duisburg kam. Stellen für Kirchenmusiker sind rar gesät, Lüken hat sich deutschlandweit beworben. Meist kam eine Absage, weil er nicht genügend Erfahrungen vorweisen konnte. „Ich habe Jahrelang ehrenamtlich in Kirchen gespielt“, sagt er stirnrunzelnd. Von Duisburg kannte er bisher nicht den besten Ruf. In seiner Heimat Ostfriesland machen viele Duisburger Urlaub. „Die Nummernschilder sind mir dann direkt aufgefallen.“

Andreas Lükens Eltern haben ihn musikalisch geprägt. Der Vater spielte im Posaunenchor, die Mutter sang in Chören. Andreas Lüken selbst war Mitglied in einem Gospelchor, den er später auch leitete. „Durch die Konfirmation bin ich dann in Kontakt mit Kirchenmusik gekommen“, erinnert sich der Musiker. Als Jugendlicher war er fasziniert vom Klang des Instruments und bekam Unterricht – übrigens von dem gleichen Lehrer, der auch Marcus Strümpe ausgebildet hat. „Natürlich habe ich auch Rock gehört, aber eben auch Klassik.“ Irgendwann hieß es dann: „Spiel doch mal einen Gottesdienst.“ Und Lüken spielte. In den Ostfriesischen Kirchen sind vor allem ältere Instrumente verbaut. „Sie haben einen anderen Klang. Die Orgel in der Lutherkirche ist vielseitiger“, vergleicht er.

Sein Studium absolvierte Andreas Lüken in Halle an der Saale. Abitur hat er nicht, er überzeugte bei einer Begabtenprüfung. „Der Klavierlehrer hat mich richtig gut ausgebildet, er hat auch Studenten unterrichtet“, sagt er fast ein bisschen entschuldigend. Gefragt hat ihn später nie jemand nach dem Abitur.

Drei bis vier Stunden probt er jeden Tag, um sich mit dem Instrument vertraut zu machen. Die Orgel befindet sich auf der Empore - und hat einen eingebauten Rückspiegel, „damit ich Augenkontakt mit Pfarrer Korn halten kann. Ich muss zum Beispiel wissen, wie lang ich an einigen Stellen improvisieren muss.“ Das freie Spiel liegt ihm. „Ich freue mich vor allem, mit den Ensembles und den Jugendlichen zu arbeiten, um bei ihnen das Interesse zu wecken.“ An seinen freien Tagen will er in der nächsten Zeit Duisburg erkunden.

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