Schließung

Wütende Beschäftigte wegen Kaufhof-Aus in Düsseldorf

Mit einer Tilly-Plastik haben die Beschäftigten vor der Filiale protestiert.

Mit einer Tilly-Plastik haben die Beschäftigten vor der Filiale protestiert.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Düsseldorf.  Beschäftigte hatten sich am Wochenende zu Aktionen und Protesten getroffen. Viele sind auch einfach sehr traurig.

Mit zahlreichen Aktionen wollten die Beschäftigten der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH (GKK) Samstag auf die ersten 35 Filialschließungen des Konzerns aufmerksam machen, die mit diesem Tag ihren Ausverkauf beenden und für die Kundschaft die Tore schließen. Auch in Düsseldorf kamen deshalb gegen 11.15 Uhr Beschäftigte vor „ihren Wehrhahn“ zusammen, um mit einer Großplastik des Künstlers Jacques Tilly und zahlreichen Hulk-Fäusten gemeinsam mit Kollegen aus Düsseldorf und Wuppertal ein letztes Zeichen Richtung Arbeitgeber zu senden.

Verdi hat mit Betriebsräten für Beschäftigte gekämpft

In Düsseldorf ist neben dieser Filiale auch die Karstadt Sports Filiale an der Tonhallenstraße betroffen.„Die Beschäftigten werden nun wegen des Missmanagements der bisherigen Geschäftsleitung ihrer Existenzgrundlage beraubt. Viele Kollegen haben alles getan, um die Häuser zu erhalten und stehen nun vor den Scherben von bis zu 45 Jahren Betriebszugehörigkeit“, erklärte die für das Haus in Düsseldorf zuständige Gewerkschaftssekretärin Miriam Jürgens.

Viele seien nicht nur unendlich traurig über ihren Jobverlust, sie empfinden auch berechtigte Wut, so Jürgens. Verdi und die Betriebsräte hatten mit den Beschäftigten bis zuletzt hartnäckig um den Erhalt von Filialen und Arbeitsplätzen gekämpft und dazu lokale Bündnisse, wie in vielen anderen betroffenen Städten und deren Oberbürgermeistern geschlossen. „Auch in Düsseldorf konnten wir ein Haus von der Schließungsliste bekommen. Für die Kollegen am Wehrhahn hat es leider nicht gereicht. Auch eine Weiterbeschäftigung der Kollegen, in einer der verbleibenden Filialen, ließ sich mit der Unternehmensleitung nicht umsetzen“, so die Gewerkschafterin weiter.

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