Prostitution

Corona: Prostitution in Düsseldorf läuft illegal weiter

Das Düsseldorfer Ordnungsamt (Symbolbild) verzeichnet viele Fälle illegaler Prostitution. Wegen der Coronaschutzverordnung ist Sexarbeit derzeit verboten.

Das Düsseldorfer Ordnungsamt (Symbolbild) verzeichnet viele Fälle illegaler Prostitution. Wegen der Coronaschutzverordnung ist Sexarbeit derzeit verboten.

Foto: Hans-Juergen Bauer

Düsseldorf.  Die Corona-Verordnungen verbieten die Prostitution. Das Geschäft in Düsseldorf läuft jedoch illegal weiter - auf den Straßen und in Wohnungen.

Prostitution ist durch die Coronaschutzverordnung des Landes NRW derzeit noch verboten. Doch auch gegen dieses Verbot registrierte das Düsseldorfer Ordnungsamt diverse Verstöße. Nachdem die OSD-Mitarbeiter am vergangenen Samstag bereits eine sogenannte „Gang-Bang-Party“ mit mehreren Männern und einer Prostituierten in einer AirBnB-Wohnung aufgelöst hatten, berichtet das Ordnungsamt am Mittwoch auch von illegaler Prostitution auf Düsseldorfer Straßen.

So konnte eine Zivilstreife des Ordnungsamtes auf der Charlottenstraße nach Mitternacht einen 49-jährigen Mann beobachten, der aus seinem Auto heraus eine mutmaßliche Prostituierte ansprach. Im Sperrbezirk ist die Prostitution generell ohnehin verboten. Als die Frau gerade in das Auto des mutmaßlichen Freiers einsteigen wollte, griffen die OSD-Mitarbeiter ein und trennten die beiden. Bei der anschließenden Befragung verhielt sich der Freier so auffällig nervös, dass die Einsatzkräfte beschlossen, seine Daten über die Leitstelle der Polizei überprüfen zu lassen.

Düsseldorf: Freier ist polizeibekannter Sexualstraftäter

Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem 49-jährigen Mann um einen polizeibekannten Sexualstraftäter handelt, der sich nach verbüßter Strafe aktuell in einem gerichtlich angeordneten Kurs für rückfallgefährdete Sexualstraftäter befindet. Im Falle des Antreffens des Mannes in einer solchen Situation muss sowohl das zuständige Landgericht als auch das Landeskriminalamt informiert werden.

Nach der Personalienaufnahme erhielt der 49-Jährige einen Platzverweis. Gegen ihn wurde zudem ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Düsseldorfer Straßenordnung und die Coronaschutzverordnung eingeleitet.

Warnung und Platzverweis für mutmaßliche Prostituierte

Die mutmaßliche Prostituierte (36) wurde eindringlich vor einem Kontakt zu diesem Freier gewarnt und erhielt einen Platzverweis. Gegen sie wurden Verfahren wegen Verstoßes gegen die Sperrbezirksverordnung und die Coronaschutzverordnung eingeleitet.

Dass das Geschäft mit illegalem Sex auch trotz Verbots läuft, zeigen zwei weitere Feststellungen des uniformierten Streifendienstes kurz vor Mitternacht bezüglich der verbotenen Ausübung der Prostitution auf dem Straßenstrich. In beiden Fällen wurden gegen alle Beteiligten Bußgeldverfahren eingeleitet.

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